Wednesday, September 8, 2010

new name - same content





The name-change comes as some readers gave the advice to shorten the adress as it is too long for people hearing about it to remember.

In addition to the new name I would also like to announce that a some of my upcoming posts will be in English. Several readers contacted me via e-mail saying that English articles would be very much appreciated. I will follow this request by trying to to translate a certain percentage of my blogspots into English.

If you would like to receive my posts via e-mail, please subscribe to o-jihad.blogspot.com for latest updates.

Thank you very reading this Blog.

Florian

Tuesday, September 7, 2010

Irakische TV-Show platziert Bomben in Promi-Autos


In einer irakischen Reality-Show werden prominente Opfer zu unfreiwilligen Autobomben-Attentätern gemacht. Eine Checkpoint-Kontrolle schürt ihre Angst vor Gefängnis und Hinrichtung - alles gefilmt mit versteckter Kamera.

"Du hast eine Bombe in deinem Kofferraum!" - Szene aus TV-Show

I
m Irak sorgt eine Reality-TV-Show für Furore. "Schick ihn nach Camp Bucca" heißt das Format das im diesjährigen Ramadan vom irakischen TV-Sender "Al-Baghdadia" ausgestrahlt wird. Die umstrittene Sendung ist benannt nach einem ehemaligen Gefängnis des US-Militärs an der kuwaitisch-irakischen Grenze.
Ziel der Macher von "Schick ihn nach Camp Bucca" ist es, prominente Iraker vor versteckter Kamera in eine äußerst unangenehme Situation zu bringen.

Das Konzept der Unterhaltungssendung ist einfach wie kontrovers: Irakische Prominente werden zur Sendezentrale von Al-Baghdadia zu einem angeblichen Interview geladen. An ihrem Auto, entweder im Kofferraum oder an der Unterseite, wird zuvor eine Bombenattrappe montiert. Der oder die Prominente wird dann auf dem Weg zum Interviewtermin an einem inszenierten Checkpoint von falschen irakischen Soldaten in Uniform und mit Schusswaffen kontrolliert. Dabei entdecken die Schauspieler-Sicherheitskräfte die angebliche Autobombe und beschuldigen die Prominenten, Terroristen zu seien. Ihnen wird gedroht, sie würden direkt in ein Hochsicherheitsgefängnis für al-Qaida Islamisten gebracht.

Die Checkpoint-Szene, in denen die völlig unschuldigen irakischen VIPs zu islamistischen Selbstmordattentätern abgestempelt werden, wird von mehreren versteckten Kameras gefilmt. Zu sehen ist, wie geschockt und verängstigt die Männer und Frauen auf die vermeintlichen Bombenfund und die Anschuldigungen der Soldaten reagieren.


"Du bist ein Terrorist! Warum willst du uns alle in die Luft sprengen?", fragt ein Sicherheitsmann harsch sein TV-Opfer, "Du wirst hingerichtet!"

Oftmals in Tränen aufgelöst und völlig verstört reagieren die ahnungslosen Prominenten.
"Für welche Gruppe arbeitest du?", will einer der Checkpoint-Guards von einem bekannten irakischen Schauspieler wissen, "Du hast eine Bombe in deinem Auto." Er sei Filmschauspieler, entgegnet der Mann, "Ist das ein Spiel oder was? Ich habe zwei Kinder. Ich erzähle Ihnen die Wahrheit, ich habe die Bombe nicht dort platziert!"

Die prominenten Opfer wurden nach dem Schock-Moment darüber aufgeklärt, dass sie für das Fernsehen reingelegt wurden. Einige der unfreiwilligen Autobomber nahmen es mit Humor und plauderten später im TV-Studio über die Aktion.
Niemand sei verletzt worden, versicherten die Produzenten der TV-Sendung, alles sei lediglich Entertainment und dazu gemacht Leute zum lachen zu bringen.

Sogar das Oberkommando der irakischen Streitkräfte in der Hauptstadt Bagdad willigte ein, dass die Fernsehteams Fake-Checkpoints in den Straßen errichten durften.
Kifah al-Majid, ein Sprecher des irakischen Militärs erklärte gegenüber der New York Times: "Al-Baghdadia hat es auf ganz offiziellem Weg gemacht. Sie haben uns Papiere geschickt und nach einer Erlaubnis gefragt diese Sendung zu machen. Wir waren einverstanden."

Nicht völlig kritiklos äußern sich die Zuschauer zum Show-Konzept. "Ich hoffe ihr Sender tanzt nicht auf den Wunden des irakischen Volkes", schreibt ein Kommentator auf der Webseite des TV-Senders. "Jeder weiß dass der Irak in allen Bereichen unter abnormalen Umständen zu leiden hat, warum macht ihr dann speziell für Iraker ein Programm das auf Angst, Provokation und Spott basiert?"

Monday, September 6, 2010

Irakische al-Qaida entdeckt das iPhone


Werbe-Banner gehören zum Alltag des Online-Dschihad. Sie sind kitschig, bunt, meist animiert und oftmals schon als Vorgeschmack auf das bald erscheinende Propaganda-Video gedacht.


Die irakische al-Qaida Filiale, der "Islamische Staat im Irak", veröffentlichte heute ein neues Propagandawerk mit dem Titel "Die Schlacht der Gefangenen 2". Es ist der zweite Teil einer Videoserie, die Großanschläge in Bagdad dokumentieren, die al-Qaida in regelmäßigen Abständen im Jahr 2009 verübte.

Das Video an sich ist wenig interessant, beinhaltet die letzten Botschaften verschiedener irakischer und ausländischer Selbstmordattentäter, zeigt aber in erster Linie die politischen Verhältnisse im Irak aus Sicht der al-Qaida. Wie erwartet spielt sich das Terrornetzwerk als Beschützer des sunnitischen Volkes im Irak auf, das den blutrünstige schiitische Machthabern von Bagdad die Stirn bietet, Exekution entführter irakischer Soldaten vor laufender Kamera inklusive.

Ungewöhnlich beim jüngsten Video der irakischen al-Qaida war die Ankündigung per Werbe-Banner im Internet. Dieser hatte das Format eines iPhones (sogar die neueste Variante iPhone 4). Warum die Propaganda-Programmierer aus dem Zweistromland dieses Bild wählte, kann man nur vermuten. Al-Qaida folgt den Entwicklungen auf dem Handymarkt, der auch im Nahen Osten nicht stillsteht. Smartphones sind von Beirut bis Cassablanca die Zukunft für junge Araber der Mittelschicht - und die soll natürlich möglichst leicht auf den Geschmack der Dschihad-Videos kommen.

UPDATE

Beim vollständiger Sichtung des jüngsten al-Qaida Videos aus dem Irak, viel mir letztendlich doch noch ein interessanter Aspekt auf. Gezeigt wird für wenige Sekunden ein Mann, der sein Gesicht sonst von den Propaganda-Kameras fern hielt - Abu Hamza al-Muhajir, der inzwischen getötete Anführer der irakischen al-Qaida.


Al-Muhajir, mit richtigem Namen Abdul Mounim al-Badawi, übernahm die Führung des Terrornetzwerkes im Irak nachdem Abu Mussab az-Zarqawi im Juni 2006 bei einem US-Luftangriff getötet worden war. Der Ägypter al-Muhajir, auch bekannt unter dem Kampfnamen "Abu Ayyub al-Masri" galt als Experte im Bau von großen Autobomben und hatte in einem al-Qaida Lager in Afghanistan in den 1990er Jahren sein Handwerk erlernt.
Im April diesen Jahres kam er bei einem Feuergefecht mit US-Soldaten im nordirakischen Tikrit ums Leben.


Das neueste Propagandavideo der irakischen al-Qaida zeigt al-Muhajir in einem fensterlosen Raum, wo er - mit einer Keffiyeh auf dem Kopf - offenbar einen Selbstmordattentäter verabschiedet und umarmt.