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Wednesday, March 17, 2010

Mediales Öl auf´s nigerianische Feuer - Video ruft zur Gewalt gegen Christen


Nur knapp zwei Wochen nachdem muslimische Stammeskämpfer der Fulani im Norden Nigerias christliche Dörfer angriffen und hunderte Menschen, vor allem Frauen und Kinder, massakrierten, ruft ein islamistisches Propagandavideo die Muslime Nigerias zum Dschihad gegen die christlichen Feinde auf.



Die Macher des etwa zehnminütigen, arabischsprachigen Videos lassen über einen Sprecher verkünden, Nigeria befinde sich im Zangengriff der "Kreuzritter", die das Land aufgrund seiner Rohstoffe ausbeuten und versklaven wollten. Deren Lakaien seien die Christen Nigerias, die angeblich einen Krieg gegen die Muslime im Norden führen.
Das Video zeigt Ausschnitte von Al Jazeera, Szenen aus Dokumentationen über Nigerias Muslime und den Ölreichtum des westafrikanischen Landes, während der Erzähler berichtet, "der Kampf auf dem Weg Gottes ist die einzige Lösung" für Nigerias muslimische Bevölkerung.



"Nur das Schwert und der Speer können die Feinde Gottes stoppen. Verhandlungen und Gespräche sind sinnlos wenn der Feind Massaker und Verbrechen gegen die Gläubigen begeht."

Zu sehen sind Filmaufnahmen von nigerianischen Polizisten, die im Sommer 2009 einen Aufstand der muslimischen Sekte "Boko Haram" niederschlug. Hunderte Muslime kamen damals ums Leben, viele wurden in Polizeihaft gefoltert und ohne Gerichtsverhandlung exekutiert. Von Al Jazeera ausgestrahlte Amateurvideos belegen die Verbrechen der Polizeitruppen.
Auch Boko Haram Führer Yusuf, der in Polizeigewahrsam ums Leben kam, ist kurz zu sehen, gefolgt von Sequenzen, in denen Massengräber im Norden Nigerias ausgehoben werden.

Friday, January 29, 2010

Was willst du uns sagen, Osama?


Al Jazeera hat es nicht leicht. Seitdem der islamistische Terrorismus zur medial erscheinend größten Gefahr für die Menschheit mutiert ist, wartet der arabische TV-Sender in regelmäßigen Abständen mit exklusivem Bild- und Tonmaterial aus der Dschihad-Szene auf. Nicht selten handelt es sich dabei um Video- oder Audiobänder des Terrorpaten, Osama Bin Laden, persönlich.
Kurz nach 9/11 begann eine Flut von Bin Laden-Videos über Al Jazeera zu laufen. Fans wie Gegner schienen an den Lippen jenes charismatischen Saudis zu hängen, der aus seinem Höhlenversteck in Tora Bora beschwor, dieser Krieg werde bis zum Sieg des Islam über die ganze Welt geführt.

Für Al Jazeera äußerte sich der vermeintlich "gute Draht" zu al Qaida einerseits erfreulich. Die Quote stieg an, der Name des Senders wurde im Westen bekannt und ist seitdem Synonym für die muslimische bzw. arabische Stimme im Mediendschungel.
Auf der anderen Seite verhöhnten vor allem die USA Al Jazeera als Propagandasender. Die immer wieder ausgestrahlten Bilder leidender Muslime in Gaza, Afghanistan, Irak und anderswo ließen den Eindruck erwecken es handle sich lediglich um eine arabische Fox-News-Kopie. Die exklusiven Bin Laden Botschaften verstärkten dieses Negativ-Image zusätzlich.

Nun sind fast zehn Jahre ins Land gegangen, der al Qaida Führer sitzt weder hinter amerikanischen Gardinen noch ist sein Leichnam durch die B-52 Bomber oder durch CIA gesteuerte Predatordrohnen pulverisiert worden. Bin Laden lebt und hat er neuerdings wieder Mitteilungsbedarf. Als Sprachrohr wählte er diesmal nicht - wie in den Jahren zuvor - die einschlägigen Internetforen, sondern er wagte den Schritt zu Al Jazeera.

Nachdem er sich im September 2009, kurz vor der Bundestagswahl mit deutschem Untertitel aus dem Internet zu Wort gemeldet hatte, war es still geworden. Der 9/11 Jahrestag 2009 verstrich ohne dass Bin Laden in einem neuen Video zu sehen war. Lediglich eine verschwommene Gestalt in einem unscharfen al-Qaida Propagandafilm aus Waziristan ließ die Gerüchteküche wieder kurzzeitig brodeln. War dort Bin Laden zu sehen oder doch nur ein weißbärtiger, pakistanischer Dschihad-Veteran?

Am vergangenen Wochenende brach Bin Laden das Schweigen. Al Jazeera erhielt ein neues Tonband, nur knapp unter zwei Minuten lang, und strahlte es in nahezu voller Länge aus. Direkt und klar wie selten warnte er darin die USA vor neuem Terror, lobte den Möchtegern-Märtyrer von Detroit und forderte Präsident Obama auf den Nahostkonflikt zu lösen um endlich Sicherheit für die westliche Welt zu gewinnen.

Doch dabei beließ es Bin Laden. Er legte nach und so präsentierte Al Jazeera heute ein zweites Audiotape. Zur Überraschung vieler Beobachter verzichtete Bin Laden diesmal auf die Dschihad-Propaganda, auf die Kriegsrhetorik und Hasstiraden. Der Klimawandel, seine Ursachen und das amerikanische "Nichtstun" waren Thema seiner Ansprache.

Experten wie Hobby-Analysten rätseln: Was will der meistgesuchte Mann der Welt seinen Freunden und Feinden mitteilen? Warum die schnelle Abfolge der Botschaften, warum diese Thematik, warum jener Zeitpunkt?

Die erste Botschaft - Terror für Bush 2.0

Fest steht, Bin Laden will das Jahr 2010 nicht beginnen ohne sich zu Wort zu melden. Vorrangiges Ziel der ersten Botschaft dürfte dabei sein, zu zeigen:

1. Ja, ich lebe noch.

2. Ja, der Flugzeugattentäter Umar Abdulmutallab war unser Mann

3. Es wird weiteren Terror geben

4. unsere Ziele und unser Angebot ("eure Sicherheit für unsere Sicherheit") ändern sich nicht

5. Obama ist Bush 2.0

Interessant sind weniger die Themen, die der al Qaida Chef anspricht, sondern vielmehr jene, die er kommentarlos weglässt. Er nennt explizit ein freies Palästina als Bedingung für einen Waffenstillstand, erwähnt dabei keine der anderen Regionen in denen muslimisches Blut fließt. Grund hierfür: mit dem Leid der Palästinenser lässt sich leicht Sympathie gewinnen. In den Straßen von Gaza gab es nach der ersten Tonbandbotschaft Zustimmung für Bin Laden. Wenigstens einer, so schienen viele zu denken, denkt noch an uns.

Noch ein weiterer Fakt dürfte ausschlaggegebend gewesen sein, Palästina herauszupicken: der Nahostkonflikt wartet weiterhin auf eine Lösung. Obama konnte trotz anfänglicher Bemühungen so gut wie nichts erreichen. Der Siedlungsbau schreitet fort, Hamas erkennt den Judenstaat weiterhin nicht an, Ägypten baut unterirdische Stahlbarrikaden um den Menschen in Gaza den Schmuggel zu erschweren...kurzum, es sieht schlecht aus für Nahost.

Die zweite Botschaft - Osama der Klimaretter?

Warum aber widmet Bin Laden der globalen Erwärmung eine eigene Audiobotschaft? Was ist so wichtig daran dass sich der al Qaida Führer um das Weltklima sorgt?
Wieder ist Sympathie die Antwort. Der fanatische Gotteskrieger, der die Welt mit seiner mittelalterlichen Sharia-Anwendung unterjochen und zum Islam zwingen möchte, spielt den Klimaretter? Nein, tut er nicht, aber er lässt durchblicken dass auch er in seinem Versteck irgendwo in den Berghängen Waziristans, nicht unter Realitätsverlust leidet.

"Seht hier, ich bin doch von dieser Welt, und diese Welt leidet am Mensch-gemachten Klimawandel" - das soll herausgelesen werden aus dem jüngsten Tonband. Dass Bin Laden dabei die USA als Hauptverursacher für die globale Erwärmung ausmacht, dürfte niemanden überraschen. Man muss kein Dschihadist sein um zu diesem Schluss zu gelangen.
Die verbale Peitsche schwingt Osama Bin Laden hier aber hauptsächlich gegen Bush junior, der sich weigerte Kyoto zu unterzeichnen, auch weil es in seinem Gedankenspiel gar keiner Änderung in der Klimapolitik bedarf.
Nach evangelikaler Ansicht macht Umweltschutz wenig Sinn, denn bald wird ohnehin Christus wiederkehren und alles auf Erden richten.

Barak Obama bekommt von Osama die Ohrfeige weil er der "neue Agent" der Großkonzerne ist, die sowohl für den Klimawandel als auch für die Globalisierung und ihre Folgen verantwortlich seien.
Weil sich auch unter Obama - dem man dazu noch den Friedensnobelpreis verliehen hat - nichts ändere, so der al-Qaida Führer, bleibe als einzige Waffe gegen die "menschenverachtenden Folgen der Globalisierung" nur der Boykott des US Dollar. Ihn solle man "so schnell wie möglich" als internationale Leitwährung abschaffen, fordert Bin Laden. Dies würde nicht ohne Wirkung bleiben.

Zusätzlich präsentiert sich Bin Laden als gebildeter Leser amerikanischer Literatur. Noam Chomsky, Politologe, Philosoph und US-Kritiker, habe Recht, so der Terrorchef, wenn er die Politik der USA mit der, der Mafia vergleicht.

Erneut die Frage: gäbe es viele Nicht-Muslime im Westen, die Bin Laden hier widersprechen würden? Amerika der Haupt-Klimasünder? Amerika DIE treibende Kraft der Globalisierung? Amerikanische Konzerne Nr. 1 Ausbeuter der Welt?
Wer genau hinsieht erkennt, dass Osama eigentlich ATTACK Anhänger ist. Mit Sturmmaske und Palästinensertuch könnte er mit dieser Einstellung auch Flaschen auf Polizisten bei G8 Gipfeln schmeißen.

Ohne religiöse Floskeln, erstaunlich kurz, präzise und direkt bastelt der Osama Bin Laden an einem neuen Image. Al-Qaida als teufliches Konstrukt einer perversen, pseudo-religiösen Ideologie soll auf einen anderen Zug aufspringen: Globalisierungsgegnerschaft- und Antiimperialismus.
Der Feind bleibt der alte, die Ziele sind diesselben wie 2009 oder 2001, das Motiv erhält eine Komponente, die auf eine gefährliche Stimmung zurückgreift. In ihr vereint Bin Laden Kritik am Versagen Barak Obamas, an den Ursachen von Finanzkrise, Folgen von Globalisierung und Klimawandel und der US-Außenpolitik gnerell.

Aus dem Weißen Haus hieß es dazu al Qaida sei in der Defensive. . Der Präsident persönlich interpretierte Bin Laden´s jüngste Äußerungen als Zeichen der Schwäche. Dies dürfte etwas naiv und zu kurz gedacht sein. Hier war wohl der Wunsch Mutter des Gedanken. Von "Schwäche" zu sprechen wirkt fast schon humorvoll, bedenkt man dass ein dunkelhäutiger Millionärssohn nach einer Gehirnwäsche in einem jemenitschen Terrorlager, mit einer Unterhose voller Militärsprechstoff in einem Anschlussflug aus Europa, über den USA am Weihnachtstag beinahe 300fachen Mord im Namen al-Qaidas begehen konnte.

Bin Laden der Klima-Retter - Neue Audiobotschaft


Innerhalb einer Woche erhielt Al Jazeera zwei Audiobotschaften von Osama Bin Laden. Im jüngsten Tonband äußert sich der al Qaida Führer erstaunlicherweise weder zu neue Anschlägen noch zu aktuellen Konfliktherden, sondern attackiert die westliche Welt vor allem als Klimasünder.


Sämtliche Industriestaaten seien Schuld an der globalen Erwärmung. Bis auf die USA unter George W. Bush hätten jedoch alle Länder das Kyoto-Protokoll unterzeichnet, führt Bin Laden an. Es sei daher klar, dass die USA so ihre Konzerne schützen wollten.
Ganz nebenbei stellt Bin Laden fest, die Diskussion um den Klimawandel sei kein "intellektueller Luxus" sondern das "Phänomen ist ein tatsächlicher Fakt".

Weiter zitiert der al Qaida Chef den US-Politologen Noam Chomsky. Chomsky habe Recht gehabt als er die US-Politik mit der Politik der Mafia verglichen habe.
Um sich von der "Sklaverei durch die USA" zu befreien, solle man zudem auf den Dollar verzichten. Er müsse als internationale Leitwährung abgelöst werden.

Erstaunlich ist, dass Osama Bin Laden sich mit zwei Tonbandbotschaften innerhalb kurzer Zeit meldet. Dabei scheint es ihm um eine Sympathie-Offensive zu gehen. Er zählt keine Verbrechen des Westens auf, spricht nicht über Waziristan, Tschetschenien, Irak oder die US-Bombardierungen im Jemen. Kein Wort über Guantanamo, den Tod von Muslimen in Xinjiang, Kashmir, das Minarettverbot, die Burqa-Debatte oder den versuchten Mordanschlag auf den Mohammed-Karikaturisten.

Sein Themenfeld grenzt sich ein auf den Nahostkonflikt, die globale Erwärmung und die US-Finanzdominanz. So erhofft sich der Terrorpate Sympathie sowohl bei Muslimen, als auch im Westen. Er macht es dem US-Präsidenten schwer, weiterhin einen Teufel an die Wand zu malen. Die Forderung: "Eure Sicherheit gegen unsere Sicherheit" ist dabei alt wie aktuell.

Tuesday, November 10, 2009

Video zeigt Taliban mit US Waffen in Nuristan


Al Jazeera sendete jüngst ein Video aus dem ostafghanischen Nuristan. Eine Taliban-Einheit des Kommandeurs Haqqani führte dort eine eroberte US-Basis inklusive eines Waffenlagers vor, das die Islamisten mit erbeutetem Kriegsmaterial in einer Höhle errichtet.

In Nuristan hatten in den vergangenen Monaten mehrfach große Taliban-Einheiten US-Stützpunkte angegriffen und die Soldaten zum Rückzug gezwungen. Teilweise hunderte Dschihadisten stürmten die oft kleinen Außenposten in der bergigen Grenzregion zu Pakistan.




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Friday, July 31, 2009

Vorboten des Bürgerkrieges im Irak


US Truppen beendeten vor wenigen Wochen ihre Patrouillen in irakischen Städten, die Sicherheitskräfte der irakischen Regierung übernahmen die Sicherheit im Land.
Die schlimmsten Befürchtungen bewahrheiteten sich bis heute nicht, es kam zu einer Explosion der Gewalt, Al Qaida steht weiter in der Defensive obwohl es gerade in Al Anbar, Diyala und rund um Mossul neue Hinweise auf ein Erstarken der Dschihadisten gibt.

Erste Anzeichen für eine gefährliche Zukunft ohne die Präsenz der US Truppen zeigten sich dann heute als vor vier schiitischen Moscheen in Bagdad fast zeitgleich Autobomben und Sprengsätze explodierten und 29 Menschen töteten.
Ziel der Attentate waren zweifellos die schiitischen Pilger, und nur ein Grund scheint denkbar wieso genau jetzt wieder Anschläge auf Zivilisten gehäuft auftreten: der Bürgerkrieg soll wieder aufflammen.
Den dschihadistischen Elementen im Irak erscheint der Zeitpunkt gekommen die ethnischen Differenzen zwischen Sunniten und Schiiten wieder blutig zu entfachen. Mit den Massenmorden an schiitischen Gläubigen wollen die Islamisten Racheakte der Milizen, Polizei und irakischen Nationalgarde provozieren, die wiederum sunnitische Zivilisten zur Gegengewalt anstacheln. Die Spirale der Gewalt soll sich wieder drehen, obwohl sie realistisch gesehen nie zum erliegen kam. Keiner außer die Milizen der politischen Parteien, die Marionetten der religiösen Führer, der Nachbarstaaten und der Kriegsfürsten kontrollieren Iraks Gefängnisse und Sicherheitskräfte. Tagsüber gehen viele Milizionäre ihrem Dienst als Polizist nach, bei Nacht werden sie zu raubenden, mordenden Banden die Rache nehmen für die Tötung von Glaubensbrüdern bei Anschlägen der sunnitischen Fanatiker.

Angefeuert wird dieser Hetzkessel der ethnisch motivierten Gewalt nicht nur durch Al Qaidas Bomben sondern auch durch den Einfluss der iranischen Mullahs, der saudischen und ägyptischen Geldgeber die einen wachsenden schiitischen Einfluss in der Region fürchten und den Irak nicht zur Ruhe kommen lassen wollen.

In einem Al Jazeera Bericht sind Bilder zu sehen die weitere Gewalt erahnen lassen.
Irakische Soldaten, die eigentlich schiitische Flüchtlinge in einem Auffanglager beschützen und betreuen sollen fahren mit ihren Geländewagen in eine Gruppe von Demonstranten die gegen die schlechten Lebensbedingungen im Flüchtlingslager protestiert hatte. Zu sehen sind außerdem gewaltsame Übergriffe der Polizisten und Soldaten auf Zivilisten. Viele der im Lager lebenden Menschen gehören den pro-westlichen Volksmujaheddin an, einer antiiranischen Oppositionsbewegung. Ihre Anhänger hatten unter Saddam Hussein dank ihrer Ablehnung des Mullah Regimes in Teheran Zuflucht gefunden, werden nun aber von den proiranischen Milizen des Irak misshandeln, oft sogar in den Iran verschleppt und dort inhaftiert.

Al Jazeera Report: 3 Ausländer im Nord-Irak entführt


UPDATE II:

Mittlweile heißt es von kurdischer Seite es handle sich bei den Vermissten um ausländische Journalisten die auf dem Weg nach Khurmal waren. Das irakische Militär habe einige persönliche Gegenstände gefunden, von den Personen fehle jede Spur.

Wie ich gerade von meinen Quellen erfahren habe sollen die drei im Nordirak vermissten Personen US Soldaten sein. Sie verschwanden am späten Abend in der Nähe von Halabja.

Al Jazeera meldete gerade es gebe Hinweise auf eine Entführung von drei Ausländern östlich der nordirakischen Stadt Sulaimaniyah.
Im Kurdengebiet bildet die Metropole einen ethnischen Krisenherd. Sunnitsche Araber wurden vom Saddam-Regime dort angesiedelt um die kurdische Mehrheit der Region zu unterwandern. Gleichzeitig fand Gewalt zwischen kurdischen Extremisten und schiitischen wie turkmenischen Minderheiten statt. Flüchtlingswellen ließen ab 2004 viele Teile Sulaimaniyahs ethnisch wieder homogen werden, religiöse und politische Fanatiker sickern weiterhin ein, Al Qaida nutze die Differenzen zwischen den muslimischen Volksgruppen um Terror zu säen.

Tätig sind in der Kurdenregion u.a. ausländische Firmen wie Kellog, Siemens, General Electrics und andere, die dort Infrastruktur, wirtschaftliche und industrielle Projekte aufbauen und die Rohstoffförderung zu modernisieren. Meist arbeiten, reisen und leben die westlichen Mitarbeiter jener Konzerne nur unter dem Schutz privater Sicherheitsdienste oder der kurdischen Privatmilizen.

Lange waren im Irak keine westlichen Ausländer mehr entführt worden, zuletzt erklärte das Innenministerium man gehe davon aus dass die letzten vermissten britischen Geiseln vermutlich tot seien.

Monday, June 22, 2009

Nuklearer Dschihad könnte Realität werden


“Dies ist unsere Auffassung von Frieden…und da ich nicht denke dass sie sich darauf einlassen werden sollten wir uns für den Kampf vorbereiten”

- mit einem Grinsen erläuterte dies Al Qaida´s Führer in Afghanistan/Pakistan, Sheikh Mustafa Abu al Yazid, vor der Kamera eines Al Jazeera Reporters.



Ausführlich und gelassen beantwortete al Yazid erstmals für einen Vertreter der Massenmedien Fragen in einem Interview welches der arabische TV Sender an einem geheimen Ort irgendwo in Afghanistan filmen durfte. Geschützt von einer Truppe Leibwächter äußerte sich Al Qaidas Nr.3 zu verschiedenen Themen. Auf die Frage nach möglichen Gesprächen mit den Amerikanern erklärt er, man sei sehr wohl dazu bereit, falls die USA die Bedingungen der Al Qaida akzeptierten:

1. Abzug aus allen muslimischen Staaten
2. Unterstützung für Israel beenden
3. Unterstützung für die arabischen Regime beenden
4. Kein Ermorden von Muslimen mehr
5. Freilassung aller muslimischer Gefangener

Danach sei man bereit einen zehnjährigen Waffenstillstand anzubieten. Natürlich würde die Aufforderung folgen den Islam anzunehmen. Würden die USA dies ablehnen, müssten sie die Steuer für Andersgläubige an die islamischen Herrscher entrichten, anderenfalls müsse man den Dschihad gegen sie erklären.

Bezüglich des pakistanischen Atom-Arsenals hofft al Yazid dass die Al Qaida Islamisten vor den Amerikanern in den Besitz der Nuklearwaffen kommen und diese dann gegen die USA einsetzen können. Al Qaida´s Griff nach der Atombombe, eine Befürchtung der Geheimdienste weltweite, ist demnach Teil der offiziellen Strategie.

Mustafa Abu al Yazid stieg in den Rang eines Regionalkommandeurs des Terrornetzwerkes auf, nachdem der Ägypter zunächst das weltweite Finanznetz der Organisation leitete und u.a. verantwortlich sein soll das Geld für die Planung und das Flugtraining der 9/11 Attentäter beschafft zu haben. Ähnlich wie Ayman al Zawahiri soll al Yazid in seiner Heimat Mitglied in einer islamitischen Gruppierung gewesen sein, einige Quellen geben an er sei an der Ermordung von Ägyptens Präsident Sadat beteiligt gewesen.