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Mit 77 Jahren dürfte Michel Germaneau eine der ältesten Geiseln sein, die jemals von Terroristen verschleppt wurde. Der Franzose befindet sich derzeit in der Hand der "al-Qaida im Islamischen Maghreb" und richtete sich in einer Audiobotschaft vor wenigen Tagen an den französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy.
Al-Qaida entführte den französischen Ingenieur am 22.April im westafrikanischen Niger. Germaneau arbeitete für die algerische Öl-Industrie in der Sahara-Region. Im Statement der Islamisten heißt es, Germaneau würde freigelassen werden, wenn al-Qaida Sympathisanten und Mitglieder aus französischen Gefängnissen entlassen würden.
Ein 98m langer Holzfrachter mit einer Maximalgeschwindigkeit von 23km/h verschwindet vor der skandinavischen Küste, taucht erst Wochen später vor Westafrika wieder auf, angeblich entführt von estnischen Piraten die der russischen Mafia nahestehen.Die Geschichte der “Arctic Sea” ist der Stoff für Gerüchte, Verschwörungstheorien und Spionage-Romane. Was hatte das Schiff tatsächlich geladen? Wurde es tatsächlich entführt oder deckten westliche Geheimdienste einen illegalen Waffenschmuggel auf?
Es beginnt Ende Juli im finnischen Jakobstad. Holz im Wert von 1,26 Millionen Euro wird auf den Frachter, der unter maltesischer Flagge fährt, verladen. 15 Crew-Mitglieder machen sich auf den geplanten Weg die Ware von Finnland an den algerischen Hafen Béjaia zu bringen. Was dann geschah weiß niemand so genau. Irgendwann am 24.Juli 2009 befand sich die “Arctic Sea” zwischen Ötland und Gotland, als angeblich unbekannte Entführer das Schiff kaperten. Zunächst kam keine Meldung über einen Piratenangriff, und die Rederei wurde erst aufmerksam als der Frachter nicht wie erwartet Anfang August in Algerien ankam. Der Kontakt zur Besatzung war abgebrochen, es gab weder Hinweise auf Piraterie noch ein mögliches Unglück.
Die britische Küstenwache lokalisierte das Schiff zuletzt am 28.Juli in der Straße von Dover. Bis zum 30.Juli sendete die “Arctic Sea” weiter das automatische Ortungssignal. Mittlerweile wurde bestätigt dass die schwedischen Behörden Telefonkontakt zu einem Crew-Mitglied hatte, jedoch keine weiteren Informationen darüber preisgab. Bei Brest in Frankreich tauchte das Schiff auf einem Radarbild auf, bevor es schließlich das letzte Mal von einem Flugzeug der portugiesischen Küstenwache geortet wurde. Am 03.August schließlich erhielt Interpol von der Rederei den Hinweis auf eine Entführung, woraufhin eine Suchaktion im westlichen Mittelmeerraum gestartet wurde. Kurioserweise gab es keinerlei Lösegeldforderungen, nichts was für eine gewöhnliche Kaperung sprach. Schon kurz nach Bekanntwerden des Vorfalls spekulierten einige Stimmen über eine mögliche Entführung durch die Crew selbst. In Wahrheit hätte die “Arctic Sea” nicht nur Holz, sondern auch Drogen und Waffen geladen gehabt.
Es dauerte fast zwei Wochen bis der Frachter am 14.August nach seiner Geisterfahrt wieder auftauchte, vor den Kapverdischen Inseln. Die russische Marine setzte sich in Bewegung, erst drei Tage später jedoch wollte man bestätigen die “Arctic Sea” gefunden zu haben. Russland´s NATO-Botschaft erklärte man habe den Medien tagelang falsche Informationen geliefert um nicht die wahren Aktivitäten der russischen Suchmannschaften preiszugeben.
Quellen aus Brüssel und Moskau meldeten unterdes die zuständigen EU-Behörden hätten schon sehr viel länger gewusst wo sich das Schiff befindet und welchen Kurs es eingenommen hatte. Alle 15 Crewmitglieder konnten unverletzt in Sicherheit gebracht werden, am 18.August bestätigte das russische Außenministerium zudem dass man acht Piraten festgenommen habe, darunter zwei russische Staatsbürger, ein Este und zwei Letten. 11 der 15 Crew-Mitglieder, inklusiv des Kapitäns wurden in Untersuchungshaft verhört. Keiner der an Bord anwesenden Personen ist es erlaubt über die Ereignisse zu sprechen, unter Androhung von sieben Jahren Haftstrafe in Russland. "Nicht verdächtiges wurde gefunden", verkündete Russlands Außenministerium am 25.August nach Durchsuchung des Schiffes. Der Chef-Ermittler Alexander Bastrykin hingegen erklärte es sei möglich dass die "Arctic Sea" nicht nur Holz geladen hatte. Eine illegale Lieferung sei denkbar. Der Fall wirft dutzende Fragen auf: Wieso schickt Russland eine größere Marine-Suchmannschaft durch das Mittelmeer als für das somalische Piratenproblem aufgewendet wird? Warum dieser Aufwand für 1,26Millionen Euro finnisches Holz? Warum dürfen die Crew-Mitglieder nicht offen über das Erlebte sprechen? Wieso sprach der Kapitän davon sein Schiff sei “nordkoreanisch”?
Der Kreml schickte zwei große Militärtransportmaschinen auf die Kapverden, angeblich für den Heimtransport der Frachter-Besatzung. Einige von ihnen wurden sogar mehrere Tage in russischen Gefängnissen festgehalten, und das als angebliche Opfer einer Entführung. Es wird behauptet die Rederei habe eine Lösegeldforderung von 1,5 Millionen Euro erhalten, dies dementiert das Unternehmen. Lediglich eine russische Quelle zitiert das Versicherungsunternehmen welches angeblich die Zahlungsforderung von den Kidnappern erhalten haben will. Ganz allgemein scheint der Aufwand den Russland um den Fall betreibt auf mehr hinzudeuten als einen simplen Fall der Piraterie in nordeuropäischen Gewässern. Eine Spur führt nach Israel. Die Fracht der “Artic Sea” so heißt es aus journalistischen Quellen in Tel Aviv und Jerusalem, sei kein Holz gewesen sondern Rüstungsgut. Ehemalige russische Militärs sollen sich in die Dienste der Mafia gestellt haben und an einem Deal zwischen der russischen Unterwelt und dem Regime von Teheran beteiligt sein. Der Iran habe Waffen geordert, die er nicht von direkt von Moskau bekommen würde und habe sich deshalb an die kriminellen Elemente gewandt. Bei einem Reperatur-Zwischenstop der “Arctic Sea” im russischen Kaliningrad seien Raketen an Bord des Frachters gebracht worden. Der dortige Hafen gilt als einer der größten illegalen Umschlagplätze für Waffen und Militärausrüstung im europäisch-russischen Raum. Nach Auflösung der Sowjetunion verkauften die dortigen Ex-Generäle auch schweres Kriegsgerät an den Meistbietenden. Dadurch entstanden in Kaliningrad finanzstarke, mächtige Mafia-Strukturen die weiterhin am Milliardengeschäft des Waffenhandels beteiligt sind.
Glaubt man den von Jerusalem Post und Times zitierten Quellen, dann steckt hinter dem angeblichen Entführungsfall der “Arctic Sea” eine hochbrisante Waffenlieferung an die iranischen Mullahs. Das Schiff sei von der russischen Mafia als Transporter für Raketen benutzt worden, habe jedoch den ehemaligen Kurs fortsetzen wollen. Von Nordafrika aus sollten die Waffen dann ihren Weg über Syrien in den Iran finden. Dem zuvor kam angeblich der israelische Mossad. Ein Agententeam entführte den Frachter nachdem die Israelis den Waffendeal entdeckt hatten. So bot man Moskau eine ideale Möglichkeit alles nach einer gelungenen Piraten-Befreiung aussehen zu lassen und nicht das eigene Gesicht zu verlieren.
Für Russland wäre ein solcher Vorfall höchst peinlich und außenpolitisch äußerst problematisch. Einen Tag nach der Befreiung der “Arctic Sea” reiste Israels Präsident Perez nach Moskau, sprach mit Präsident Medwedew über die Beziehungen Russlands zum Iran, die jüngsten Waffenlieferungen in den Nahen Osten und wohl auch über die vermeintliche Frachter-Entführung. Das kriminelle Milieu verärgert durch seine Geschäfte mit dem iranischen Regime die russische Führung, bislang konnte Moskau bestimmen welche Ausrüstung und welche Form von Rüstungsgut Richtung Iran geliefert wird. Sollten die Mullahs diesen lästigen Mittelweg der immer vom aktuellen diplomatischen Weltklima abhängt umgangen haben, dürfte Russland ab sofort jede Lieferung doppelt und dreifach bedenken. Welche Waffen könnten Israel zu einem derart drastischen Schritt und Moskau zu einer so umfangreichen Aktion veranlasst haben? Gerüchte nennen die S-300. Dieses Luftabwehrsystem gehört zu den modernsten der Welt und ist der ganze Stolz der russischen Rüstungsindustrie. Stationiert auf fahrbaren Transportern kann dieses Waffensystem mit einem hochmodernen On-Board-Radar bis zu 100 Ziele gleichzeitig Orten und 12 feindliche Flugkörper zeitgleich bekämpfen. In den 1990er Jahren lieferte Russland bereits mehrere Versionen der S-300PMU I an den Iran, ein Luftabwehrsystem dass Kampfflugzeuge und feindliche Langstreckenraketen in bis zu 110km Entfernung bekämpfen kann. Irans Regime ist in jüngster Zeit an den neusten Versionen der S-300 interessiert, Systeme mit denen im Ernstfall amerikanische oder israelische Kampfflugzeuge auf bis zu 200km zerstört werden können. Auch gegen Israels Langstreckenraketen und Amerikas Cruise Missiles würden die neuen S-300 einen nie gekannten Schutz liefern. Im und mittleren Osten bedeutet diese Waffe eine Verschiebung des Kräfteverhältnisses zu Gunsten Irans. Aus israelischer Sicht entsteht dadurch ein Patt. Der iranische Luftraum wäre gegen einen möglichen Angriff auf die Nuklearanlagen geschützt, Israel müsste mit eigenen Verlusten im Fall eines großangelegten Luftschlages rechnen. Iran wäre nicht unverwundbar aber die israelische Luftwaffe müsste im schlimmsten Fall mit einem Verlust von 20% ihrer Maschinen rechnen. Militärexperten in Israel sind sich sicher: das Regime von Teheran will die S-300 um jeden Preis. Bislang zögerte Russland mit der Lieferung des Systems. US-Präsident Obama und die israelische Führung drängten Moskau immer wieder dazu die S-300 nicht zu liefern. 2007 schlossen Iran und Russland Verträge über den Kauf weiterer Luftabwehr-Raketen. In Jerusalem und Washington beobachtet man diese Entwicklung seit Jahren mit größter Sorge. Es liegt in russischen Händen ob Iran sich effektiv gegen Angriffe auf sein Atomprogramm schützen kann oder nicht. Möglicherweise setzte Teheran diesmal alles auf eine Karte und hoffte darauf niemand würde den alten russischen Frachter bemerken, der sich von Finnland aus auf den Weg nach Nordafrika gemacht hatte.
Natürlich rutscht Moskau durch diese Aktion in die Ecke der peinlichen Schlafmützen, die den eigenen Waffenmarkt nicht kontrollieren können und auf die Hilfe ausländischer Geheimdienste angewiesen sind. Für die iranische Führung ist der Fall der “Arctic Sea” schwerwiegender. Wer sich als Staat illegal Waffen beschaffen will, katapultiert sich diplomatisch in eine Eiszeit.
Nordkoreanische Schiffe mit Kurs auf die iranische Küste, ein Konvoi voller Waffen der vom Sudan Richtung Gaza unterwegs war, ein Passagierflugzeug mit einer Fracht für Hisbollah, das nördlich von Teheran am Boden zerschellte - die Liste der Peinlichkeiten für das Regime Ahmadinejad reißt nicht ab. Es wird eng für Teheran. Israels wachsame Augen und Ohren waren in den vergangenen Monaten effektiver denn je, das Regime hat innenpolitisch stark zu kämpfen und außenpolitisch spielt es wenig erfolgreich den persischen James-Bond, der sich immer öfter eine blutige Nase holt.
Die nordafrikanische Al Qaida ("Al Qaida im Islamischen Maghreb") ließ Frankreich heute in einem neuen Internet-Statement wissen dass es weiterhin im Fadenkreuz der Islamisten ist.
In dem sowohl in Arabisch als auch Französisch verfassten Dokument droht der mehrheitlich algerische Ableger des Terrornetzwerkes dem französischen Staat weil dieser durch seine umstrittenen Gesetze zur muslimischen Verschleierung einen mehr und mehr anti-islamischen Kurs fahre. Die Mujaheddin der Al Qaida würden die verletzte Ehre der Frauen und Mädchen rächen, die Provokationen würden nicht unbeantwortet bleiben, so das vom Führer der Organisation Abu Mussab Abd al Wadood unterzeichnete Dokument. Es sei eine Verpflichtung gegenüber Allah die muslimischen Frauen zu schützen und die Tyrannei und den Hass Frankreichs auf den Islam zu bekämpfen. Der Text schließt mit dem Koranvers "Und die Ungerechten werden bald erfahren zu welchem Ort sie zurückkehren werden!" (gemeint ist die Höllenstrafe)
Jüngst war es in Frankreich erneut zu Debatten über die Zulässigkeit von Kopftüchern bei Frauen in öffentlichen Ämtern und in der Schule gekommen. Vor fünf Jahren hatte man ein Gesetz verabschiedet dass es Schülerinnen in Frankreich nicht mehr gestattete im Unterricht das islamische Kopftuch zu tragen. Proteste und politische Debatten entbrannten danach, auch Drohungen von islamistischer Seite folgten. Regierungssprecher Luc Chatel machte dann vor einer Woche den Vorschlag das Tragen von komplettverhüllenden Schleiern wie der Burqa und dem Niqab zu verbieten. Es gehe darum zu verhindern dass die Rechte der Frauen durch derartige Kleidung eingeschränkt würden. Komplettverschleierung sei nicht mit den Prinzipien des Republik und der freiheitlich demokratischen Staatsordnung vereinbar. Im letzten Jahr hatte man einer Marokkanerin die französische Staatsbürgerschaft verwehrt, da sie die Burqa trug und eine "vollständige Ergebenheit zu ihrem Ehemann" praktizierte. Mehrere tausend Musliminnen in Frankreich tragen die als ultraorthodox geltende Vollkörperschleierung.
Angesichts des Absturzes einer jemenitischen Passagiermaschine mit über 60 französischen Staatsbürgern an Bord vor den Komoren am heutigen Morgen dürfte die auf den 28.Juni 2009 datierte Terrordrohung der nordafrikanischen Al Qaida wie ein böses Omen wirken.
Wie zu erwarten folgte auf die eher primitive Tonbandbotschaft des Al Qaida im islamischen Maghreb-Sprechers Salah Abu Mohammed, ein schriftliches Bekennerschreiben mit Fotos der europäischen Geiseln. Die Botschaft der AQIM wurde letzte Nacht im Internet veröffentlicht und ist im Prinzip die Textform der Tonbandaufzeichnung, mit zusätzlichen Fotobeweisen.
Alle vier verschleppten Personen sind auf den Fotos zu sehen, wobei die Gesichter der Frauen unkenntlich gemacht wurden, wie üblich im Fall salafistischer Geiselnehmer.
Im Hintergrund zu erkennen sind mehrere bewaffnete, teilweise vermummte Kämpfer der nordafrikanischen Al Qaida Gruppe, sowie ein wüstenähnliches Umfeld was auf einen Aufenthaltsort im malisch-nigrische Grenzgebiet schließen lässt.
Ziemlich wahrscheinlich ist dass die Entführer innerhalb der nächsten Tage eine weitere Botschaft veröffentlichen werden, eventuell sogar in Videoform, in der Forderungen genannt werden. Man behalte sich, so der Text des Bekennerschreibens, das Recht vor nach den Bedingungen der Sharia mit den gefangenen Ungläubigen, umzugehen. Dies schließt einen Tauschhandel oder materielle Forderungen an die Heimatländer der Geiseln nicht aus.
Gewissheit kann manchmal Erleichterung mit sich bringen, oder aber genau das Gegenteil. Im Fall der pensionierten Erdkundelehrerin Marianne P. dürfte eher letzteres der Fall sein.
Ende Januar 2008 war die 77jährige Hessin in einer Reisegruppe europäischer Touristen im Mali Richtung Niger unterwegs. Die Gruppe befand sich auf dem Rückweg von einem Tuareg-Volksfest als sie etwa 60 Kilometer hinter der Grenze, im Wüstengebiet des Niger, überfallen und entführt wurde. Aus dem Konvoi konnten die Angreifer einen Wagen stoppen, der andere konnte dem Überfall entkommen.
Marianne P. wurde zusammen mit den anderen Insassen des Fahrzeugs, einem Schweizer Pärchen und einem Briten, überwältigt und verschleppt. Zunächst vermuteten die nigerianischen und malischen Behörden eine Aktion krimineller Banden oder Tuareg-Stämme hinter der Entführung, schnell wurde aber klar dass die Lage weitaus ernster ist als ursprünglich angenommen.
Der elftägige Ausflug in die Sahara Westafrikas endete für die europäischen Touristen plötzlich und vollkommen unerwartet im Niemandsland zwischen Niger und Mali.
Erst Ende Dezember verschwanden zwei kanadische Diplomaten im Dienste der UN im Nordosten von Niamy, der Hauptstadt des Niger. Wer die beiden entführt hatte war vollkommen unklar bis aus geheimdienstlichen Quellen zu erfahren war dass inzwischen auch Islamisten ihre Hände im Spiel hatten. Oft werden die Verschleppungen und Überfälle selbst von gewöhnlichen Kriminellen ausgeführt, die Geiseln dann aber die politisch motivierten Gruppen übergeben die dann ihre Forderungen stellen. Bisher war in dieser Region Afrikas keine besonders akute Bedrohungslage durch islamistischen Terrorismus bekannt gewesen, obwohl die örtlichen Sicherheitsdienste vor Jahren schon warnten Al Qaida versuche Fuß zu fassen in der Sahara-Region und der angrenzenden Sahel-Zone.
Der jüngste Ableger des Terrornetzwerks, die „Al Qaida im islamischen Maghreb“ (AQIM), hat sich seit 2007 zu einer ständig wachsenden, extrem gefährlichen islamistischen Bedrohung entwickelt. Ursprünglich ein Überbleibsel des algerischen Bürgerkrieges der 1990er Jahre wuchs im November 2006 aus der „Salafistischen Gruppe für Predigt und Kampf“ (GSPC) die Al Qaida Filiale in Nordafrika, die sich ab Januar 2007 offiziell „Al Qaida im islamischen Maghreb“ nennt. Den offiziellen Treueschwur, mit dem islamistische Gruppierungen dem Al Qaida Netzwerk beitreten leistete der Salafistenführer Abu Mussab Abdel Wadoud, bis heute Emir der AQIM. Mit Spektakuläre Selbstmordanschläge, Überfälle und Hinterhalte auf Regierungssoldaten und Polizei, Anschläge auf westliche Vertretungen und Botschaften überzieht die algerische Al Qaida seitdem Nordafrika. Nachdem sich die Organisation offiziell unter die Schirmherrschaft von Osama bin Laden und Ayman al Zawahiri stellte erschlossen sich ihr neue Geldquellen über Spenden aus den Golfstaaten. Sichtbar werden die Aktivitäten der AQIM seitdem durch die massive Propagandaoffensive im Internet. Häufiger als die sogar der irakische Al Qaida Ableger veröffentlichen die nordafrikanischen Islamisten inzwischen hochprofessionelle Videos ihres Dschihads.
Algeriens Geheimdienst betont jedoch dass die Mitgliederzahl der AQIM ständig abnimmt, was vor allem mit dem vermeintlich erfolgreichen Anti-Terrorkampf der Regierung zusammenhängt. Ohne Zweifel gelang es den Sicherheitskräften 2008 eine Reihe hochkarätiger Anführer, Kommandeure, Bombenbauer und Ausbilder in den ländlichen Gegenden Algeriens auszuschalten und zu verhaften, sichtbar geschwächt wurde die Organisation dadurch nicht. Mittlerweile wissen auch die französische und afrikanische Geheimdienste dass die AQIM expandiert hat und inzwischen über ein Netzwerk verfügt was weit über Algerien hinaus geht und Zellen in Tunesien, Marokko, Libyen, Maurentanien, dem Tschad, Niger, Mali und Senegal aufgebaut hat. Längst ist die CIA dabei lokale Truppen in Westafrikas Sahel-Zone auszubilden um ein dortiges Auftreten der Al Qaida verhindern zu können. In wie weit hier Erfolge zu verzeichnen sind bleibt zunächst im Dunkeln. Dass Al Qaida aber längst in den islamisch geprägten Regionen südlich der Sahara existiert bestreitet dagegen niemand mehr. Hunderte junge Muslime wurden in den afrikanischen Staaten rekrutiert und in mauretanischen, algerischen und tschadischen Ausbildungslagern trainiert, einige in das afghanisch-pakistanische Grenzgebiet geschickt um dort spezielle Kurse im Bombenbau zu durchlaufen.
Umso sorgenvoller dürfte der Krisenstab der deutschen Bundesregierung nun darauf reagieren dass sich die AQIM zur Entführung der Deutschen Marianne P. bekannt hat. Al Jazeera erhielt gestern ein Videoband dass eine knapp einminütige Bekennerbotschaft beinhaltet. Ein Standbild zeigt den bekannten AQIM Medienoffizier Salah Abu Mohammed, der schon in einer Reihe anderer Videobotschaften auftauchte und dessen Gesicht unkenntlich gemacht worden ist. Ein Sprecher erklärt die AQIM könne von zwei erfolgreich durchgeführten Operationen im Niger berichten bei denen mehrere kanadische und europäische Geiseln genommen wurden. Mudschaheddin der Al Qaida im islamischen Maghreb sei es gelungen die Botschafters Kanadas in Gabun und im Niger zu entführen, sowie am 22.Januar 2009 vier weitere westliche Ungläubige in ihre Gewalt zu bringen.
Sicherlich hat über die Informationen über die Geiselnehmer beim BND längst verfügt, die Situation zu einem friedlichen Ende zu bringen wird dadurch nicht einfacher werden. Es befinden sich keine Israelis und keine Amerikaner unter den Geiseln, wohl aber ein Brite, zwei kanadische Diplomaten und eine Deutsche. Wie Al Qaida mit diesen wertvollen Personen aus Heimatländern die am Anti-Terrorkampf beteiligt sind, verfahren wird ist schwer einzuschätzen. Sollten sie sich tatsächlich in den Händen der Hardliner-Islamisten befinden, wie sie in der Sahel-Zone immer häufiger in Erscheinung treten schweben die Geisel in höchster Lebensgefahr.
Pakistan:
Obama lässt weiter jagen
Innerhalb von nur zwei Tagen schlugen sie zweimal zu. Niemand hört sie kommen, selten sieht man sie. Wie Raubvögel kreisen sie am Himmel, meist tagelang, in unerreichbarer Höhe über ihren Opfern. Zuerst observieren sie ihr Ziel, dann gehen sie zum Angriff über und töten mit hoher Präzision.
„Predator“ heißt das Lieblingsspielzeug der CIA und die derzeit von Terroristen am meisten gefürchtete Waffe der US-Airforce. Etwas über acht Meter lang und knapp eine Tonne schwer sind diese Drohnen, unbenannte Flugzeuge die über Satelliten gesteuert werden und mittlerweile nicht mehr nur zur Luftaufklärung oder Zielmarkierung genutzt werden sondern selbstständig angreifen und töten können. 1995 flog erstmals eine Predator-Drohne im Dienst der amerikanischen Luftwaffe, seitdem stehen geschätzte 120 dieser Fluggeräte mit stolzen 15m Tragflächenspannweite im Dienst des Militärs und sind im ständigen Einsatz über dem Irak, Afghanistan, Pakistan und sicherlich auch im Zuge geheimer Operationen im Luftraum über dem Iran und Syrien und anderer „Schurkenstaaten“. Ein Standarteinsatzteam für eine Predator-Mission besteht aus 50 Mann, zwei Piloten und zwei Obersevatoren. Gesteuert wird die Drohne über einen Joystick teilweise tausende Kilometer vom Einsatzort entfernt, von der Zentrale in einer US-Militärbasis aus. Hochauflösende Kameras und Sensoren ermöglichen eine Echtzeit-Beobachtung von Ereignissen auf dem Boden, während die Drohne in bis zu 7,500m Höhe über der Erde fliegt. Laut offiziellen Angaben soll die maximale Flugdauer 30 Stunden betragen, Experten gehen davon aus dass die modernsten Versionen der „Predator“ aber weit mehr, teilweise mehrere Tage in der Luft verbringen können ohne landen und tanken zu müssen. Ausgestattet mit zwei „AGM-114 Hellfire“ Raketen wird das ehemalige reine Aufklärungsflugzeug zur tödlichen Waffe, mit der Objekte und Personen ohne das Risiko eigener Verluste vom US-Militär ausgeschaltet werden können.
Der Anti-Terror-Kampf der letzten Jahre hat den Einsatz der Kampfdrohnen immens intensiviert. Immer dann wenn es zu gefährlich wird bemannte Kampfjets oder Einsatztrupps per Hubschrauber einzusetzen, werden die ca.50 Millionen Dollar teuren Predators ins Zielgebiet gesteuert. Alleine im Jahr 2008 griff die US-Luftwaffe mit Predator-Drohnen 38mal im pakistanisch-afghanischen Grenzgebiet Terrorziele an. Mehrere ranghohe Al Qaida Kommandeure kamen durch Raketenangriffe im pakistanischen Stammesgebiet ums Leben, hunderte weitere Al Qaida und Talibankämpfer starben und wurden verwundet. Prominentestes Opfer dieser Search-and-Destroy-Kampagne ist wohl Abu Laith al Libi, einer der führenden militärischen Köpfe des Al Qaida Netzwerks und Ausbilder in mehreren Trainingscamps in Süd- und Nord-Waziristan. Im Januar 2008 tötete eine US-Drohne ihn und weitere Islamisten in einem nordwazirischen Gebäude.
Jüngste Angriffe von Predator-Drohnen fanden vor wenigen Tagen, am 14. und am 16.Februar 2009 statt. Zuerst traf es ein Haus im Dorf Malik Khel, im Westen der Provinz Süd-Waziristan, nahe der Grenze zu Afghanistan, das durch zwei Hellfire-Raketen komplett zerstört wurde. In den Trümmern fanden Anwohner die Leichen von mindestens 25 Männern, die meisten davon anscheinend usbekischer Herkunft. Nach Angaben aus der Region befanden sich in dem Gebäude ein Taliban Kommandeur und mehrere pakistanische und ausländische Kämpfer.
Zwei Tage später feuerten mindestens vier Predator-Drohnen Raketen auf ein terroristisches Ausbildungslager des Taliban-Kommandeurs Bahram Khan Kochi in der Region Sarpal, im zentralen Teil der pakistanischen Stammesgebiete. Erstmals griff die US-Airforce damit ein Ziel außerhalb Waziristans an, in der Provinz Kurram. Ob dieser Schlag dem dortigen Taliban Kommandeur Hakimullah Mehsud, einem Cousin des pakistanischen Talibanführers Baitullah Mehsud, galt weiß wohl niemand. Laut der Taliban kam keiner ihrer Kommandeure oder Ausbilder bei dem Angriff ums Leben, wohl aber 30 islamistische Kämpfer.
Da den Extremisten keinerlei Möglichkeit geboten wird aktiv gegen die Drohneneinsätze vorzugehen, bleibt ihnen nur der Rückzug in den Untergrund. Hochrangige Führer der Taliban und der Al Qaida fürchten die Angriffe aus heiterem Himmel zunehmend.
Präsident Obama hatte kurz nach seinem Amtsantritt im Januar die CIA angeordnet die Taktik der Drohnen-Angriffe fortzusetzen und weiterhin Al Qaida und Taliban Ziele vom pakistanischen Luftraum aus zu attackieren und auszuschalten wann immer es nötig sei. Die Jagd geht also weiter.
Jetzt also offiziell Sharia
Pakistans „Tal des Todes“ ist keine menschenfeindliche Wüste voller Sanddünen und karger Felsformationen, sondern eine grüne Hochebene von der aus man die schneebedeckten Gipfel des kashmirisches Bergmassivs sehen kann. Swat heißt diese nördliche Provinz Pakistans und galt einst als die „Schweiz“ des islamischen Landes. Bewaldete Hügel und Berge, durchzogen von Flüssen, hier und da ein Dorf, das ist Swat. Früher war das Gebiet ein Fürstentum mit langer buddhistischer und dann islamischer Tradition, heute ist Swat ein Symbol des politischen Versagens.
Angefangen hat alles im Juli 2007. Damals übernahmen die pakistanischen Taliban innerhalb weniger Wochen quasi die komplette Kontrolle über den Distrikt Swat, besetzten alle die örtlichen Vertretungen der Regierung, vertrieben und töteten lokale Autoritäten und installierten ihr System der Sharia-Herrschaft. Angeführt wurde diese Bewegung vom 30jährigen Maulana Qazi Fazlullah, dem Schwiegersohn des Anführers der „Bewegung für die Errichtung von Mohammed´s Sharia“ (Tehrik e Nifaz e Shariat e Mohammadi kurz TNSM) Maulana Sufi Mohammed, einem geistigen Oberhaupt der Taliban-Bewegung für den Demokratie inakzeptabel, das Afghanistan der 1990er Jahre ein „ideales Vorbild für andere islamische Länder“ darstellt und einzig und allein der Koran und die Sunnah als gesellschaftliche Norm gelten.
Schon vor der Machtübernahme durch die Gotteskrieger erklärte die pakistanische Regierung unter dem scheidenden Präsident Musharraf das Swat-Tal sei zum Tummelplatz für Terroristen geworden. Al Qaida und Taliban aus Waziristan würden dort Unterschlupf finden und sich organisieren. Die Realität war noch weitaus verheerender. Swat wurde offiziell dem Einflussgebiet der Koranschüler einverleibt, und ähnlich wie die Stammesgebiete an der afghanischen Grenze zum Teil von „Talibanistan“. Versuche mit den Islamisten über einen Waffenstillstand und eine gemeinsame Kontrolle über Swat zu finden scheiterten, das pakistanische Militär entschied sich die Situation zunächst zu akzeptieren. Erst im Dezember 2008 verlangte die Lage nach einer Entscheidung. Internationale Medien berichteten über eine Schreckensherrschaft der Taliban mitten im pakistanischen Territorium. Das Swat galt als „verloren“, bis die Regierung in Islamabad zum Gegenschlag ausholte und am 01.Februar 2009 nach einer sechstägigen Offensive die Kontrolle über die Provinz gewann. Bis dahin waren 200,000 der geschätzten 1,2 Millionen Einwohner vor den Kämpfen und der ultraorthodoxen Sharia der Taliban geflohen.
Diesen „status-quo“ zu halten war nur schmerzlich möglich, denn die Taliban kündigten eine Terroroffensive und eine Ausweitung des Guerilla-Kampfes in Pakistan an. Längst fanden im Geheimen Gespräche zwischen der Führung der Islamisten und dem pakistanischen Militär statt. Es ging darum sich zu einigen wie beide Seiten das Problem in der Region lösen können ohne ihr Gesicht dabei zu verlieren. Schließlich kamen die Verhandlungen zwischen Vertretern der pakistanischen Regierung und der TNSM-Führung unter Maulana Sufi Mohammed am 16.Februar 2009 zum Abschluss. Taliban-Führer Fazlullah und sein Schwiegervater hatten sich durchgesetzt und ein Ende der Militäroffensive erreicht. Zudem stimmte das pakistanische Militär zu, das Gesetz der Sharia im Gebiet „Malakand“ einzuführen und von örtlichen Statthalter ausführen zu lassen.
Nicht anders als eine Kapitulation vor den Taliban und ihren religiösen Dachverbänden stellt dieses Ergebnisse der Verhandlungsrunde dar. Pakistans Armee wird Swat verlassen und sich nur noch am zivilen Wiederaufbau beteiligen, die Taliban dürfen im Gegenzug die Umsetzung der koranischen Rechtssprechung ausführen und überwachen. Solche Übereinkünfte stellen zwar in der stammesorientierten Gesellschaft Pakistans keine Ausnahme dar, angesichts der politischen Lage jedoch empört man sich in den USA und Europa über die Schwäche der pakistanischen Regierung die somit ein Taliban-Regime im eigenen Land legitimiert. Der Taliban-Vertreter Maulana Fazlullah hatte sich zu einem 10tätigen Waffenstillstand bereit erklärt und über seinen eigenen, illegal betriebenen Radiosender verkündet in Swat sei Allahs Gesetz das einzig gültige, und die pakistanische Regierung habe dies nun akzeptiert. Jahrelang hatte der Stellvertreter des gefürchteten Taliban-Führers Baitullah Mehsud eine Terrorkampagne in der Region rund um Swat betrieben, Gegner hingerichtet, Sprengstoff- und Selbstmordattentate gegen Soldaten, Polizei, Gouverneure und Mädchenschulen betrieben. Nun akzeptiert man ihn als Verhandlungspartner. Große Unterschiede zu früheren Deals zwischen Regierung und Taliban bestehen dennoch nicht. Es ist die übliche Strategie des Appeasements, der Taktik „Ich lass dich in Ruhe, lass du uns in Ruhe“. Auf fatale Weise war man in der Vergangenheit damit eine Strategie des Scheiterns gefahren. Zu oft brachen die Gotteskrieger jegliche Versprechen, starteten Terror gegen Zivilbevölkerung und Militär. Eine schwache Zentralregierung und ein mangelnder Wille tatsächlich einen effektiven Anti-Terrorkampf zu führen, sorgen letztendlich dafür dass eine pakistanische Provinz nach der anderen unter die Kontrolle fanatischer Islamisten fällt.
Sharia im Swat, Sharia in Waziristan, in Bajaur, in Malakand, in Khyber, in Dir, in Mohmand…bald vielleicht in Islamabad?
Afghanistan:
Mullah Dastighir – Talibangouverneur von Badghis ist tot
Mullah Dastighir war ein lebender Beweis für die neue Stärke der Taliban in Afghanistan, knapp acht Jahre nach dem Sturz des islamistischen Regimes. Der erfahrene Kämpfer war der inoffizielle Gouverneur der nordwestafghanischen Provinz Badghis, Teil einer Schattenregierung, die im Untergrund an die Macht in den verschiedenen Regionen des Landes drängt. Offiziell regieren die Vertreter der Zentralregierung von Hamid Karzai, die Taliban aber ernennen ihre eigenen Provinzkommandeure, Gouverneure, Generäle, Bürgermeister und Richter. Dastighir unterstanden geschätzte 600 Taliban-Kämpfer die in den vergangenen Monaten eine neue Offensive im Nordwesten in Gang setzten. An der Grenze zu Turkmenistan kommt es in der multiethnischen Bevölkerung häufig zu Machtkämpfen und Rivalitäten örtlicher Machthaber. Karzai´s Kabulistan-Regierung konnte diesen politischen Spannungen nichts wirksamen entgegensetzen. Gerade rund um den Jahreswechsel 2008/09 verstärkten sich die Kämpfe zwischen den Fraktionen in Badghis, es kam zu Gefechten und Anschlägen die Tote auf Seiten der turkmenischen, der tadschikischen und der puschtunischen Rivalen sorgten. Den Taliban gelang es dabei unter eigenen Verlusten nicht die Oberhand zu gewinnen. Von der Taliban-Führung aus Pakistan kamen deshalb die Befehle die Kampagne zur Machtübernahme in der Provinz zu verstärken.
Letzten Sonntag dann tötete ein US-Luftangriff Mullah Dastighir, den selbsternannten Gouverneur von Badghis und einige seine Begleiter, die sich in einem Haus in Balamurghab, direkt an der turkmenischen Grenze aufhielten. Die US-Armee und afghanische Truppen hatten tags zuvor das Gebiet eingekreist und die Luftwaffe geordert die dortige Führungsriege der Taliban auszuschalten.
Kurioserweise war Dastighir erst im September 2008 auf Order von Präsident Karzai aus dem Gefängnis des afghanischen Geheimdienstes entlassen worden. Örtliche Stammesälteste, die anscheinend von den Taliban eingeschüchtert und beeinflusst wurden, hatten Karzai im Zuge von Verhandlungen um die Provinz, dazu überredet den Feldkommandeur der Gotteskrieger zu begnadigen.
Dieser Fehler wurde nun korrigiert.
Saudi-Arabien:
„Wo kann ich mich ergeben?“
Wie der saudische Fernsehsender Al Arabiya am Dienstag berichtete stellte sich der gesuchte saudische Al Qaida Terrorist Mohammed al Qufi und ehemalige Guantanamo-Häftling (Nr.333) den saudischen Behörden. Drei Tage zuvor hatte er die Sicherheitskräfte in Saudi-Arabien kontaktiert bevor er sich im benachbarten Jemen stellte.
Erst vor wenigen Wochen tauchte der Al Qaida Kommandeur in einem Video des jemenitisch-saudischen Ablegers des Terrornetzwerkes auf und drohte mit neuen Anschlägen auf der arabischen Halbinsel. Warum sich Al-Qufi, der auf einer Liste von 85 gesuchten Terroristen in Saudi-Arabien einen der oberen Plätze einnahm, jetzt ergab kann nur vermutet werden. Saudische Geheimdienste starteten in jüngster Vergangenheit eine umfangreiche Jagd um bekannte Al Qaida Mitglieder in Gewahrsam zu bringen und Terrorangriffe zu verhindern.