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Thursday, July 22, 2010

Video zeigt Times Square Bomber mit Taliban-Chef


Ein bislang unveröffentlichtes Video zeigt den gescheiterten Times Square Bomber Faisal Shahzad zusammen mit dem Anführer der pakistanischen Taliban, Hakimullah Mehsud.

Mehsud verabschiedet den US-Staatsbürger Shahzad mit einer Umarmung. Shahzad, der den Text zum Video spricht, erklärt: "Heute, zusammen mit dem Führer der Tehrik e-Taliban Pakistan Hakimullah Mehsud und unter dem Kommando des Führers der Gläubigen, Mullah Mohammed Omar, planen wir einen Anschlag auf euch, so Allah will."


Quelle: Flashpoint

Wann die Aufnahme entstand ist nicht bekannt. Bereits vor wenigen Tagen veröffentlichte der arabische TV-Sender al-Arabiya eine Videobotschaft von Faisal Shahzad. Darin hatte der 35jährige Bombenleger erklärt, er plane einen Anschlag als Rache für die Ermordung der Dschihad-Führer und für Amerika´s Drohnenkrieg in den pakistanischen Stammesgebieten.

Monday, May 3, 2010

"Unsere Kämpfer haben Amerika infiltriert um es zu terrorisieren" - Taliban-Führer droht mit Anschlägen in USA


Eigentlich sollte Hakimullah Mehsud längst tot sein. Nun beweist er mit zwei neuen Videobotschaften, die vom 04.April bzw, vom 19.April stammen soll, dass er einen Drohnenangriff Anfang des Jahres offenbar überlebte.
Mehsud nutzt die Gelegenheit nicht nur seinen Tod zu dementieren, sondern den USA mit Anschlägen in "großen amerikanischen Städten" in den "kommenden Tagen und Monaten" zu drohen. Die "Kämpfer haben die USA infiltriert um sie zu terrorisieren", so Mehsud. Dies geschehe aufgrund der amerikanischen Verbrechen gegen Muslime in Pakistan, Afghanistan, Iraq und dem Jemen.



Der Taliban-Führer erwähnt den Tod seines Vorgängers Baitullah Mehsud, aber auch die erst kürzlich gemeldete Tötung der al-Qaida Chefs im Irak, als Gründe für kommende Angriffe gegen die USA.



Friday, February 12, 2010

Das Monster - Mullah Toofan ist neuer Anführer der Taliban


D
ie ihn kennen nennen ihn "ein Monster", das "Menschen tötet wie Hühner". Mullah Toofan ( = "Tornado" oder "Sturm") ist der Nachfolge des pakistanischen Taliban-Führers Hakimullah Mehsud, der im Januar bei einem amerikanischen Drohnenangriff in Waziristan so schwer verletzt wurde, dass er wenig später verstarb.


Weiterhin herrscht Unklarheit über das Schicksal Mehsuds. Immer mehr Berichte lassen vermuten, dass der Taliban-Fürst tatsächlich seinen Verletzungen erlag und in seiner Heimatprovinz Orakzai am Khyber-Pass beerdigt wurde. Angeblich brachten die Taliban ihn nach Multan im Landesinneren, wo er letztendlich verstarb.
Einzelne Taliban-Sprecher bestätigten gegenüber pakistanischen Medien den Tod Mehsuds, während der offizielle Pressesprecher Tariq Azzam hartnäckig behauptet Hakimullah Mehsud sei am Leben. Ein Video- oder Tonbandbeweis sei dafür nicht nötig.

Zu vermuten ist dass Mehsud nicht mehr zu den Lebenden gehört, und die Taktik - ähnlich wie bei seinem Vorgänger Baitullah Mehsud - darin besteht so lange den Tod zu dementieren bis sich der Nachfolger innerhalb der Tehrik e-Taliban etabliert hat.

Warum nicht Mehsuds Stellvertreter Wali ur-Rahman sondern der lokale Kommandeur der Orakzai Provinz, Mullah Toofan, die Führung der Taliban übernimmt, ist fraglich.
Toofan der mit richtigem Namen Malik Noor Jamal heißt, gilt als einer der mächtigsten Regionalfürsten der Islamisten.
Seine Brutalität und Kompromisslosigkeit ist ein Anzeichen für eine Entwicklung die überall im Kampf gegen Terrornetzwerke zu beobachten ist: auf einen Hardliner folgen noch radikalere Hardliner.


Mullah Toofan gehört dem Mamozai-Stamm der Provinz Orakzai an, soll allerdings in Kurram ansässig sein. Dort ernannte ihn Hakimullah Mehsud zum Nachfolger von Wali ur-Rahman der den Vizeposten der Tehrik e-Taliban übernahm.
Der 40jährige Toofan fungierte als Imam in der lokalen Moschee seines Heimatdorfes und predigte eine äußerst radikale Version der deobandistischen Lehre. Er soll zwei Söhne und vier Töchter haben, einer seiner Bruder sei derzeit in Dubai geschäftlich tätig.

Eine Videoaufnahme eines Handys zeigt Mullah Toofan vor wenigen Wochen bei der öffentlichen Auspeitschung zweier Jugendlicher. Die beiden Männer waren nach Sharia-Grundlage von einem Taliban-Gericht zu Peitschenhieben verurteilt worden, nachdem sie sich geweigert hatten sich einen Bart wachsen zu lassen und nicht regelmäßig das Gebet verrichteten.

Thursday, January 14, 2010

Die Jagd auf Mehsud II. beginnt


Er ist so ganz anders als sein Vorgänger. Baitullah Mehsud, getötet im August 2009 von einer CIA gesteuerten Drohne in Süd-Waziristan, hat es zu Lebzeiten verabscheut vor die Kameras zu treten. Ähnlich einer Mafia-Größe war der angehörige eines mächtigen Paschtunen-Stammes der pakistanischen Grenzregion, zu einer mysteriösen Führerfigur aufgestanden. Tausende Kämpfer unterstanden ihm, der kein Gesicht zu haben schien. Aus Angst vor Spionen und vor allem den lautlosen Killerdrohnen der Amerikaner, hielt er sich fern von Journalisten und auch Propagandakameras. Letztendlich nützte ihm die Geheimniskrämerei nicht viel, denn aus seinen Reihen kam wohl der Verrat, der die amerikanischen Raketen schließlich ins Ziel führte.


Baitullahs Nachfolger ist ebenfalls ein Mehsud, stammt aus dem nördlich gelegenen Bezirk Arakzai und gilt als "Herrscher des Khyber-Passes". Bis zum August stand Hakimullah Mehsud stets im Schatten des Taliban-Fürsten von Waziristan. Mit dem Tod von Baitullah aber kletterte der schmächtige Islamist die Karriereleiter nach oben und die pakistanischen Tehrik e-Taliban ernannten ihn zu ihrem neuen Anführer.

Hakimullah Mehsud steht gern im Rampenlicht. Er lud schon vor seiner "Amtszeit" gerne die Presse in die von ihm beherrschten Regionen der Stammesgebiete ein, führte erbeutete amerikanische Humvee-Fahrzeuge vor, die eigentlich als NATO-Nachschub in Konvois über den Khyber-Pass nach Afghanistan gebracht werden sollte. Stolz setzte sich der Taliban-Chef selbst ans Steuer und ließ keinen Zweifel dass er weder die Amerikaner noch die pakistanische Armee fürchtet.

Selbst als die CIA-Raketen seinen Vorgänger zerfetzten, scheute Hakimullah Mehsud nicht davor zurück Journalisten zu kontaktieren. Als Tage später Gerüchte gestreut wurden die Taliban-Fürsten Pakistans hätten sich bei einem Treffen gestritten und seien im gegenseitigen Kugelhagel gestorben, griff Hakimullah erneut zum Telefon und ließ die Welt wissen dass er am Leben war.

Pakistanische Beobachter bezweifelten dass der jüngere Mehsud tatsächlich in der Lage sein würde, die zerstrittenen Taliban-Führer zu einen. Dieses Meisterstück gelang einst Baitullah Mehsud, der so die Tehrik e-Taliban schuf, den wohl größten Gegner des pakistanischen Staates.
Wie Schakale würden die Islamisten übereinander herfallen, frohlockten Geheimdienstkreise nach dem Tod Baitullahs. Nichts davon trat ein.
Erstaunlich gelassen und organisiert übernahm Hakimullah zusammen mit seinem Stellvertreter, Wali ur-Rahman, das Oberkommando und seine Gruppe überstand im Oktober und November 2009 sogar die Militäroffensive Islamabads in Süd-Waziristan.

Zum letzten Mal mediengerecht inszenieren konnte sich der Taliban-Chef vergangene Woche, als das Abschiedsvideo des Khost-Selbstmordattentäters Humam al Balawi veröffentlicht wurde. Der Jordanier, dessen Bombe sieben CIA Mitarbeiter tötete und der als Doppelagent agiert haben soll, ist darin in einem verdunkelten Raum an der Seite Hakimullahs zu sehen.
Der Talibanführer schweigt, lässt den Attentäter seine feurige Rede halten. Was das Video beweisen sollte war, dass es der Taliban-Führung selbst gelang eine lebende Bombe in die CIA einzuschleusen und die Amerikaner hart zu treffen. Die Racheschwüre für Baitullah Mehsud sollten nicht ohne Taten bleiben, das war die Botschaft des Balawi-Videos.

Seitdem sich der jordanische Arzt vor seiner Tat an der Seite des Taliban-Chefs präsentierte und die Islamisten voller stolz, zusammen mit al-Qaida, die Verantwortung für das Attentat übernahmen, dürfte sich die CIA in ihren Anti-Terror-Operationen auf Hakimullah Mehsud konzentrieren.
Acht Mal schlugen die Predatordrohnen seit Jahresbeginn in Pakistan zu, zum letzten Mal am heutigen Morgen. In Süd-Waziristan trafen die Raketen ein Gebäude das als ehemalige Koranschule der Ausbildung von Taliban-Kämpfern dient. Angeblich sei Mehsud vor Ort gewesen.

Während der pakistanische Geheimdienst die Vermutung äußerte, Hakimullah könnte getötet worden sein, dementierten die Taliban zügig und unmissverständlich. Ihr Anführer lebe und sei nicht einmal verletzt.
Dass die Schläge heftiger werden und in kürzeren Abständen kommen, dürfte in Waziristan niemanden verwundern. Hatte die CIA doch kurz nach Weihnachten ein komplettes Einsatzteam und unersetzliches Wissen über al-Qaida & Co im Anschlag von Khost verloren. Die Agency will Rache für diese Schmach, Rache in Form von Blut und rollenden Köpfen.

Nord-Waziristan trafen die meisten Hellfire-Raketen der vergangenen 14 Tage. Hier, so vermuten die Geheimdienstler seit Monaten, verstecken sich die höchsten Kader von al-Qaida. Abdullah Said al-Libi, al-Qaidas Militärchef in Afghanistan, schaltete die CIA bereits aus, kurz darauf starb auch der Jordanier Sheikh Mansour al-Shami in einem Drohnenangriff.
Doch das ist nicht genug, die Amerikaner wollen Mehsud II., besser heute als morgen. Sein Auftreten im Märtyrervideo des Khost-Angreifers war aus Sicht der CIA Hakimullahs Todesurteil. Er wollte Amerika demütigen und hat sich damit ins Visier von Dutzenden Drohnen geschoben.

Heute war Allah dem Taliban-Führer wohlgesonnen, die nächsten Wochen aber dürften für die Menschen der pakistanischen Grenzregion unangenehm werden. Die Predators und Reapers werden neu bewaffnet und ziehen schon bald wieder ihre Bahnen am Himmel über Waziristan. Mit über 180 Drohnenangriffen müssen die Pakistaner im Jahr 2010 rechnen, so ermittelte jüngst ein findiger Beobachter, falls die CIA im gleichen Takt zuschlagen wird, wie sie es in seit dem 1.Januar tat.

Saturday, January 9, 2010

Video des Khost-Attentäters Al-Balawi veröffentlicht - "Botschaft an die Feinde der Umma"

"Vergeltung für den Tod von Mehsud innerhalb und außerhalb der USA auszuüben bleibt eine Pflicht für alle Muhajirun, denen Baitullah Mehsud Schutz gewährte" - die Worte Humam Khalil al Balawis in einem jüngst veröffentlichten Märtyrervideo.


Zu sehen ist der Jordanier an der Seite des aktuellen pakistanischen Taliban-Chefs Hakimullah Mehsud. "Wir werden niemals das Blut unseres Emirs Baitullah Mehsud vergessen!", erklärt al-Balawi, der sein Attentat, bei dem am 30.Dezember 2009 sieben CIA-Mitarbeiter ums Leben kamen, aus Rache für die Ermordung Mehsuds durch den amerikansichen Geheimdienst ausführte.

Monday, August 10, 2009

Baitullah M. - Der Millionär der vielleicht lebt


Weiterhin kommen aus Pakistan nur widersprüchliche Meldungen, Gerüchte und Hörensagen aus Sicherheitskreisen, der Taliban-Bewegung und der Politik.

Der neuste Stand ist:

1.Es habe am Mittwochmorgen ein Gefecht zwischen Taliban-Einheiten in Süd-Waziristan gegeben. Dabei sei allerdings weder Hakimullah Mehsud, noch Wali ur Rahman getötet worden, es seien aber einige Taliban-Kämpfer ums Leben gekommen. Grund für die Blutfehde sei ein Streit um die Verwaltung von 2 Milliarden Pakistani Rupien an Vermögen und Waffen und Munition im Wert von 1 Milliarde Pakistani Rupien, gegangen. Dies alles sei Besitz von Baitullah Mehsud gewesen sein, der bei einem CIA Angriff getötet worden sein soll.
Insgesamt verfügte Mehsud damit über ein Vermögen an angesammeltem Bargeld, Material, Waffensystem, Fahrzeugen und Munition von umgerechnet etwa 25,5 Millionen EURO.

2. Der pakistanische Journalist und Dschihad-Insider Rahimullah Yusufzai berichtet ein Kommandeur Baitullah Mehsuds, Maulana Noor Said, habe ihm gesagt der Taliban-Führer sei nicht tot aber schwer krank. Ein Video von Baitullah Mehsud würde am Montag oder in den folgenden Tagen an die Medien weitergegeben um zu beweisen dass der Führer der Tehrik e Taliban lebt. Durch seine Erkrankung hätte er sich bis jetzt noch nicht persönlich melden können.

3. Das US-Militär geht nach Informationen der CIA inzwischen von einer "90%igen Chance" aus, dass Baitullah M. nicht mehr unter den Lebenden weilt.

4. Im wichtigsten Dschihadisten-Forum meldete sich heute ein "Abdullah" zu Wort, ein Administration mit anscheinend zahlreichen Kontakten in die Konfliktzonen der islamischen Welt. Seine Quellen in Pakistan hätten ihm versichert, Baitullah Mehsud sei am Leben und führe weiterhin die Tehrik e Taliban.

Saturday, August 8, 2009

Drei Taliban-Insider behaupten: Baitullah Mehsud lebt


Mittlerweile ist von drei unabhängigen Quellen zu hören dass Baitullah Mehsud den Drohnenangriff von Mittwochnacht überlebt haben soll.

Der "Schlachter von Kurram" oder "Herrscher des Khyberpasses" wie Hakimullah Mehsud genannt wird, meldete sich per Telefon bei einem arabischen Fernsehsender, später auch bei BBC, und erklärte Baitullah Mehsud sei am Leben und führe weiter die Tehrik e Taliban. Zum Beweis werde man bald Videomaterial veröffnetlichen. Auf die Frage, warum Baitullah Mehsud sich nicht selbst melde, erklärte Taliban-Kommandeur Hakimullah, dies sei zur Zeit nicht möglich.

Ebenfalls zu Wort meldete sich die Nr.2 der Tehrik e Taliban Shura, Kommandeur der Provinz Bajaur und einer von Al Qaidas treusten Verbündeten, Maulana Faqir Mohammed. Gegenüber pakistanischen Journalisten berichtete er Mehsud sei am Leben, habe aber nach dem CIA Angriff beschlossen abzutauchen. Er übernehme ab sofort die Taktik Osama Bin Ladens und zeige sich nicht mehr In Persona.

Zuletzt nun behauptete heute der ehemalige Abgeordnete der Stammesgebiete Maulana Meraj er habe über seine Kontakte in Süd-Waziristan erfahren dass Baitullah Mehsud nicht getötet wurde und es auch kein Taliban-Treffen gebe um einen neuen Anführer zu bestimmen.



Von der anderen Seite wurde bekannt dass amerikanische Militärs den pakistanischen Kollegen ein Video des Drohnenangriffs gezeigt hätten in dem eindeutig zu sehen sei dass Mehsud zunächst mit seinem Toyota-Geländewagen zu dem getroffenen Gebäude gebracht werde und das Haus dann auch eindeutig betritt und bis zum Raketeneinschlag auch nicht mehr verlässt. Soweit der Informationsstand, bleibt abzuwarten ob überhaupt die gewünschten DNA Analysen durchzuführen sind, im Moment steht noch Aussage gegen Aussage.

Hakimullah Mehsud: Baitullah lebt, Video wird bald veröffentlicht


Pakistanischen Medien zufolge soll sich einer der mächtigsten Taliban-Führer des Landes, der "Herr über den Khyber-Pass" Hakimullah Mehsud, über den mutmaßlichen Tod Baitullah Mehsuds geäußert haben. Baitullah sei am Leben und führe weiterhin die Tehrik e Taliban Bewegung, ein Video von ihm werde bald beweise dass der Taliban-Führer quicklebendig sei, so Hakimullah.


Bleibt abzuwarten ob dies leere Versprechungen, Ablenkungsmanöver oder einfach nur Falschmeldungen sind.

Friday, August 7, 2009

Pakistans Rätselraten


Wurde Baitullah Mehsud, Führer der Tehrik e Taliban, in der Nacht auf Mittwoch von einer CIA Rakete getötet oder nicht? Der Tag begann mit zitierten Meldungen der Deutschen Presseagentur die von einem Taliban-Kommandeur erfahren haben will dass Mehsud unter den bis zu 10 Todesopfern des Drohnenangriffs in Süd-Waziristan sein soll.

Weder die CIA noch der pakistanische Geheimdienst ISI wollen bestätigen dass Mehsud tatsächlich Geschichte ist. Es heißt man wollte DNA Tests abwarten und brauche 100%ige Beweise. Was spricht nun dafür dass Baitullah Mehsud nach dutzenden vermeintlichen Tötungen tatsächlich zur Strecke gebracht wurde?



1. Geheimdienstberichte wonach sein Netzwerk "unter Schock stehe" und aus abgehörter Kommunikation hervorgehe die Taliban-Bewegung Pakistans suche derzeit nach einem neuen Anführer. In Waziristan seien bereits die ranghöchsten Taliban-Fürsten zu treffen einberufen worden.

2. Aussagen von mehr oder weniger wichtigen Taliban-Kadern aus Pakistan.

Die ranghöchste Quelle ist dabei der Taliban-Kommandeur der nördlichen Bajaur Provinz, Befehlshaber über 3,000 islamistische Kämpfer und Stellvertreter Mehsuds in der obersten Taliban-Shura, Maulvi Faqir Mohammed. Sky News berichtet er habe bestätigt dass Baitullah Mehsud getötet wurde.

Weitere ernstzunehmende Aussagen stammen von Kafayat Ullah, einem von Mehsuds Kommandeuren und Beratern in Süd-Waziristan. Er bestätigte gegenüber AP ebenfalls sei Chef sei zusammen mit seiner zweiten Ehefrau und Leibwächtern durch den amerikansichen Angriff ums Leben gekommen.

Aus Augenzeugen berichten konnten pakistanische Medien inzwischen erfahren dass Mehsuds Leichnam "zu 50% zerstört" gewesen sein soll, als man ihn noch vor Sonnenaufgang am Donnerstag im zwei Stunden Fußmarsch von Makeen entfernten Dorf Nardusai beerdigte. Unter den Opfern des Drohnenangriffs sollen sich außerdem noch weitere Verwandte Mehsuds befinden, darunter ein Bruder.
Als der Taliban-Führer das Haus seines Schwiegervaters Malik Ikramuddin aufsuchte soll er im oberen Stockwerk genächtigt haben. Ein Verwandter oder Freund namens Saidullah habe ihn dort aufgrund seiner Zuckererkrankung mit Insulin behandelt.

Gegen 01:00 schlugen dann die beiden Hellfire-Raketen durch das Dach des Gebäudes und legtes es in Schutt und Asche.

3. Der eindeutigste Hinweis auf den Tod von "Amir Sahib", wie ihn seine Gefolgsleute nannten, ist die Tatsache dass Baitullah Mehsud sich nicht wie in der Vergangenheit telefonisch bei einer Nachrichtenagentur zu Wort meldet und seinen eigenen Tod dementiert.

Der Kopf der Hydra - Baitullah Mehsud ist vermutlich tot


Um 01:00 in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag kreiste eine amerikanische Kampfdrohne über dem Dorf Makeen in Süd-Waziristan. Sie
feuerte zwei Raketen auf ein Haus zwei Stunden Fußmarsch vom Ort entfernt ab und zerstörte es vollständig.
In den Trümmern des Gebäudes starben acht Personen. Anwohner berichteten bei einer getöteten Frau handle es sich um eine Ehefrau Baitullah Mehsuds. Angeblich war das zerstörte Gebäude das Haus von Mehsuds Schwiegervater. Er selbst, so hieß es zunächst, sei nicht unter den Opfern.

Inzwischen melden Nachrichtenagenturen Baitullah Mehsuds, Anführer der Tehrik e Taliban, sei höchstwahrscheinlich in dem CIA Angriff Mittwochnacht getöte worden, die restlichen Toten seien seine Leibwächter gewesen. Dies würde erklären weshalb das Gebiet um den Angriffsort schon kurze Zeit nach dem Raketenangriff von Taliban-Kämpfern abgeriegelt wurde.
Baitullah Mehsud sei nahe des Dorfes Nardusai beerdigt wurde, hieß es von einem Taliban-Sprecher. Zum Freitagsgebet komme nun die Taliban-Führung Waziristans zusammen um einen neuen Kommandeur zu bestimmen.

Pakistans Staatsfeind Nr.1 könnte tatsächlich tot sein, zu verdanken hätte Islamabad dies der CIA. Eine Militäroffensive im Juni hatte nicht erreicht was zwei Hellfire-Raketen vermochten.
Für die pakistanischen Taliban starb ihr wichtigster Kriegsfürst, ein Stratege, Patriot und einflussreicher Machtmensch in seiner Heimatregion. Tehrik e Taliban muss einen neuen Anführer bestimmen, aber ob dieser öffentlich benannt wird bleibt fraglich. Kandidaten für Mehsuds Nachfolge gebe es genug. Da wäre der Sohn der lebenden Dschihad-Legende Jalahuddin Haqqani, Sirajuddin, ein Kommandeur über tausende Kämpfer in Afghanistans Ostprovinzen und im angrenzenden Pakistan. Mullah Fazlullah, dessen Vater die Ikone der derzeitigen islamistischen Oppositionsbewegung ist und als Regimegegner in Haft sitzt, kommt ebenfalls in Frage. Auf regionaler Ebene dürften Kader wie Hakimullah Mehsud, Mullah Nazir oder Faqir Mohammed Baitullahs Platz einnehmen.