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Monday, January 25, 2010

Bin Laden´s Codewörter? - Hinweise auf einen Anschlag fragwürdig


Am 15.April 2004 bot Osama Bin Laden dem Westen den kleinen Finger. Er richtete sich in einer Audiobotschaft an Europa und machte das Angebot eines Waffenstillstandes. Wörtlich begann er sein Ansprache:



"Friede sei mit jenen die der Rechtleitung folgen: In meinen Händen befindet sich eine Botschaft, euch daran zu erinnern..."

Der letzte Satz lautete:

"Und Friede sei mit jenen die der Rechtleitung folgen."

Nur 14 Monate später zündeten Selbstmordattentäter in London´s U-Bahn und Bussystem ihre Bomben und töteten über 50 Menschen. Bin Laden hatte seine Drohung wahr gemacht und jene gestraft, die sein Angebot abgelehnt hatten.

Drei Jahre später, am 20.März 2008 meldete sich der al-Qaida Führer erneut zu Wort. Thema diesmal waren die Mohammed-Karikaturen die 2005 von einer dänischen Zeitung und nachfolgend von weiteren Blättern weltweit abgedruckt wurden. Bin Laden warnte, die Karikaturen seien ein Teil eines Kreuzzuges, der auch vom Papst Benedikt XVI geführt werde.
Wörtlich sagte er:

"An die Intelligenten in der Europäischen Union: Friede sei auf jenen die der Rechtleitung folgen..."

Zum Ende der Rede schloss Bin Laden mit:

"Und Friede sei auf jenen die der Rechtleitung folgen."

Am 02.Juni 2008 ließ ein aus Mekka stammender Selbstmordbomber Bin Laden´s Drohung wahr werden und raste mit einer Autobombe in die dänische Botschaft von Islambad.

Gestern dann erhielt Al-Jazeera ein neues Tonband, in dem Osama Bin Laden sich zum Anschlagsversuch von Detroit äußerte und gleichzeitig neuen Terror androhte. Und wieder begann und endete der al-Qaida Gründer mit der islamischen Phrase:

"Friede sei auf jenen die der Rechtleitung folgen."

Vielleicht wäre es zuviel aus den religiösen Floskeln des Terror-Führers auf einen kommenden Anschlag zu schließen, fest steht jedoch. In all seinen Video- und Tonbandbotschaften verwendete Bin Laden nur selten jene Phrase. Und bislang folgten, wenn auch teilweise mit einigen Monat abstand Anschläge, sowohl in Europa, als auch gegen europäische Ziele in Pakistan.

Monday, September 14, 2009

US Angriff tötet Al Qaida Kommandeur in Somalia


Gegen 10:00 Ortszeit führte eine US-Spezialeinheit nahe dem Dorf Ermil, in der Barawe Region, im Süden Somalias eine Operation gegen einen gesuchten Al Qaida Extremisten aus.
Von einem Schiff der US Marine vor der Küste Somalias aus griffen Kampfhubschrauber einen Konvoi an, zerstörten ein Fahrzeug komplett und töteten die Insassen.


Ziel der Militäraktion war Saleh Ali al Nabhan, ein keniascher Al Qaida Kommandeur, der in den vergangenen Jahren in den Reihen der somalischen Shabaab-Miliz Kämpfer trainierte und Anschläge in Ostafrika plante. Er soll Drahtzieher der Mombasa-Attentate im November 2002 gewesen sein. Al Qaida Kämpfer griffen damals ein israelisch geführtes Hotel mit drei Autobomben an. 20 Minuten vor den Explosionen versuchten Islamisten mit zwei SA-7 Luftabwehrraketen eine israelische Passagiermaschine am Flughafen von Mombasa abzuschießen.

In beiden Fällen soll Nabhan Planer und Organisator gewesen sein. Angeblich mietete er die Wohnungen für die späteren Selbstmordattentäter und kaufte die Autos die zu Bomben umgebaut wurden. Gerüchten zufolge soll Nabhan persönlich eine der SA-7 Raketen auf das israelische Flugzug abgefeuert haben.
Amerikanische Versuche den Dschihadisten und seinen komorischen Kampfgenossen, Fazul Abdullah, zu töten schlugen in den letzten Jahren mehrfach fehl. Luftangriffe und von Schiffen gestartete Cruise missiles trafen Al Qaida Trainingslager in Somalia, verfehlten aber jedes Mal die hochkarätigen Ziele. Geheimdienste und kenianische Sicherheitsbehörden vermuteten Nabhan im Grenzgebiet zwischen Somalia und Kenia. Dorthin floh er nach den amerikanischen Luftangriffen 2007 und 2008, reiste jedoch immer wieder zurück in das Bürgerkriegsland um den Kontakt mit der Al Shabaab Miliz aufrecht zu erhalten.

Nun starb Saleh Ali Nabhan mutmaßlich beim US-Angriff. Zum ersten mal seit ihrem Rückzug 1994 setzten damit US Soldaten wieder einen Fuß auf somalisches Festland. Augenzeugen zufolge sollen die Eliteeinheiten nach Zerstörung von Nabhans Fahrzeug gelandet sein und hätten den Leichnam mitgenommen.
Fox und ABC berichten US-Offizielle würden inzwischen bestätigen dass sich Nabhans Leiche im Besitz des US-Militärs befindet.



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Saturday, August 8, 2009

Drei Taliban-Insider behaupten: Baitullah Mehsud lebt


Mittlerweile ist von drei unabhängigen Quellen zu hören dass Baitullah Mehsud den Drohnenangriff von Mittwochnacht überlebt haben soll.

Der "Schlachter von Kurram" oder "Herrscher des Khyberpasses" wie Hakimullah Mehsud genannt wird, meldete sich per Telefon bei einem arabischen Fernsehsender, später auch bei BBC, und erklärte Baitullah Mehsud sei am Leben und führe weiter die Tehrik e Taliban. Zum Beweis werde man bald Videomaterial veröffnetlichen. Auf die Frage, warum Baitullah Mehsud sich nicht selbst melde, erklärte Taliban-Kommandeur Hakimullah, dies sei zur Zeit nicht möglich.

Ebenfalls zu Wort meldete sich die Nr.2 der Tehrik e Taliban Shura, Kommandeur der Provinz Bajaur und einer von Al Qaidas treusten Verbündeten, Maulana Faqir Mohammed. Gegenüber pakistanischen Journalisten berichtete er Mehsud sei am Leben, habe aber nach dem CIA Angriff beschlossen abzutauchen. Er übernehme ab sofort die Taktik Osama Bin Ladens und zeige sich nicht mehr In Persona.

Zuletzt nun behauptete heute der ehemalige Abgeordnete der Stammesgebiete Maulana Meraj er habe über seine Kontakte in Süd-Waziristan erfahren dass Baitullah Mehsud nicht getötet wurde und es auch kein Taliban-Treffen gebe um einen neuen Anführer zu bestimmen.



Von der anderen Seite wurde bekannt dass amerikanische Militärs den pakistanischen Kollegen ein Video des Drohnenangriffs gezeigt hätten in dem eindeutig zu sehen sei dass Mehsud zunächst mit seinem Toyota-Geländewagen zu dem getroffenen Gebäude gebracht werde und das Haus dann auch eindeutig betritt und bis zum Raketeneinschlag auch nicht mehr verlässt. Soweit der Informationsstand, bleibt abzuwarten ob überhaupt die gewünschten DNA Analysen durchzuführen sind, im Moment steht noch Aussage gegen Aussage.

Friday, August 7, 2009

Pakistans Rätselraten


Wurde Baitullah Mehsud, Führer der Tehrik e Taliban, in der Nacht auf Mittwoch von einer CIA Rakete getötet oder nicht? Der Tag begann mit zitierten Meldungen der Deutschen Presseagentur die von einem Taliban-Kommandeur erfahren haben will dass Mehsud unter den bis zu 10 Todesopfern des Drohnenangriffs in Süd-Waziristan sein soll.

Weder die CIA noch der pakistanische Geheimdienst ISI wollen bestätigen dass Mehsud tatsächlich Geschichte ist. Es heißt man wollte DNA Tests abwarten und brauche 100%ige Beweise. Was spricht nun dafür dass Baitullah Mehsud nach dutzenden vermeintlichen Tötungen tatsächlich zur Strecke gebracht wurde?



1. Geheimdienstberichte wonach sein Netzwerk "unter Schock stehe" und aus abgehörter Kommunikation hervorgehe die Taliban-Bewegung Pakistans suche derzeit nach einem neuen Anführer. In Waziristan seien bereits die ranghöchsten Taliban-Fürsten zu treffen einberufen worden.

2. Aussagen von mehr oder weniger wichtigen Taliban-Kadern aus Pakistan.

Die ranghöchste Quelle ist dabei der Taliban-Kommandeur der nördlichen Bajaur Provinz, Befehlshaber über 3,000 islamistische Kämpfer und Stellvertreter Mehsuds in der obersten Taliban-Shura, Maulvi Faqir Mohammed. Sky News berichtet er habe bestätigt dass Baitullah Mehsud getötet wurde.

Weitere ernstzunehmende Aussagen stammen von Kafayat Ullah, einem von Mehsuds Kommandeuren und Beratern in Süd-Waziristan. Er bestätigte gegenüber AP ebenfalls sei Chef sei zusammen mit seiner zweiten Ehefrau und Leibwächtern durch den amerikansichen Angriff ums Leben gekommen.

Aus Augenzeugen berichten konnten pakistanische Medien inzwischen erfahren dass Mehsuds Leichnam "zu 50% zerstört" gewesen sein soll, als man ihn noch vor Sonnenaufgang am Donnerstag im zwei Stunden Fußmarsch von Makeen entfernten Dorf Nardusai beerdigte. Unter den Opfern des Drohnenangriffs sollen sich außerdem noch weitere Verwandte Mehsuds befinden, darunter ein Bruder.
Als der Taliban-Führer das Haus seines Schwiegervaters Malik Ikramuddin aufsuchte soll er im oberen Stockwerk genächtigt haben. Ein Verwandter oder Freund namens Saidullah habe ihn dort aufgrund seiner Zuckererkrankung mit Insulin behandelt.

Gegen 01:00 schlugen dann die beiden Hellfire-Raketen durch das Dach des Gebäudes und legtes es in Schutt und Asche.

3. Der eindeutigste Hinweis auf den Tod von "Amir Sahib", wie ihn seine Gefolgsleute nannten, ist die Tatsache dass Baitullah Mehsud sich nicht wie in der Vergangenheit telefonisch bei einer Nachrichtenagentur zu Wort meldet und seinen eigenen Tod dementiert.

Tuesday, May 5, 2009

UPDATE zu Dschihad News VII


US Soldat in den Händen der Taliban?

UPDATE: Leichnam des vermissten Soldaten wurde gefunden.



Wie heute durch das US Verteidigungsministerium bekannt gegeben wurde, kam am 01.Mai 2009 eine Patrouille einer Special Combat Einheit in der ostafghanischen Provinz Kunar unter Beschuss durch "feindliche Kämpfer".
Der Angriff ereignete sich in der Nähe des Dorfes Nishagam und kostete ingesamt zwei Soldaten das Leben. Ein 27jähriger Staff Sergeant aus Philadelphia wird seit dem Überfall vermisst.

IMMEDIATE RELEASE No. 295-09
May 04, 2009

DoD Identifies Army Casualties

The Department of Defense announced today the death of two soldiers, and one soldier as Duty Status Whereabouts Unknown (DUSTWUN). The action occurred May 1 near the village of Nishagam, in Konar Province, Afghanistan, where all three were supporting Operation Enduring Freedom.
Killed were:
Sgt. James D. Pirtle, 21, of Colorado Springs, Colo. He was assigned to the Special Troops Battalion, 3rd Brigade Combat Team, 1st Infantry Division, Fort Hood, Texas; and
Spec. Ryan C. King, 22, of Dallas, Ga. He was assigned to the Special Troops Battalion, 3rd Brigade Combat Team, 1st Infantry Division, Fort Hood, Texas.

These soldiers died of wounds suffered when insurgents attacked their unit using direct fire.
For more information on Pirtle and King, the media may contact the Fort Hood public affairs office at (254) 287-9993; after hours (254) 291-2591.

Staff Sgt. William D. Vile, 27, of Philadelphia, Pa. is now listed as DUSTWUN from this same incident. He is assigned to the 1st Brigade, 1st Infantry Division, Fort Riley, Kan.


Ob der Soldat getötet wurde oder die Attacke überlebte ist nicht klar. Sollte er einfach nur zurückgelassen worden sein, bietet sich Kunar nicht gerade als Ort an um auf sich alleine gestellt
in seine Militärbasis zurückfinden zu müssen.
Zur Erinnerung: Im Juni 2005 geriet ein vierköpfiges NAVY SEAL-Team in Kunar in einen Hinterhalt, der zum Tod dreier US Soldaten führte. Michael P. Murphy konnte sich schwer verletzt als einziger in ein nahes Dorf retten und ihm wurde von den dort lebenden Afghanen Schutz gewährt. Um die eingeschlossene Sondereinheit zu retten schickte man einen Chinook-Transporthubschrauber mit einem
weiteren SEAL-Team in das Gebiet, der von Al Qaida Kämpfern abgeschossen wurde. Alle 16 Mitglieder der Spezialeinheit starben, der größte Verlust einer Elitetruppe seit dem 2.Weltkrieg. Nur einen Monat nach diesen Ereignissen veröffentlichte Al Qaida ein Video welches u.a. die Leichen der getöteten NAVY SEALS und deren erbeutete Ausrüstung zeigt.

Kunar gilt seit dieser Zeit als Hochburg der Al Qaida Kampftruppen. In der bergigen Grenzregion zu Pakistan kämpfen derzeit Taliban-Kräfte unter Mufti Anwar unterstützt durch arabische, asiatische und europäische Dschihadis gegen die dortigen US Truppen. Besonders die bewaldete Gegend um das Korangal mit ihren vielen kleinen verstreuten Dörfern, den schmalen unwegsamen Pfaden, Höhlen und Verstecken hat sich zu einer kaum zu
bewältigenden Herausforderung für die NATO erwiesen. Die US Airforce kann die Bodentruppen bei Angriffen kaum unterstützen da die Region durch die relativ dichte Vegetation kaum einsehbar ist. Hinterhalte finden hier auf kurze Distanz statt, Sprengfallen zu umgehen fällt aufgrund des Terrains schwer und durch die Höhenunterschiede können Patrouillen von mehreren Seiten und aus verschiedenen Lagen angegriffen werden. Mehr als in jeder anderen Region Pakistans sind hier die Al Qaida Einheiten der Zil-Armee aktiv. Für US Militärs hat sich Kunar zum "Tal des Todes" entwickelt, die Sicherheitslage ist kaum zu erfassen, es findet keine wirkliche Aufbauarbeit statt, Anschläge sind teils sporadisch, teils sehr intensiv und langwierig. Die Nähe zu Pakistan macht es den islamistischen Kämpfern leicht die Hit-and-Run Taktik auszunutzen, sehr effektive Aktionen zu planen, die kleinen US-Außenposten auszukundschaften und Hinterhalte vorzubereiten. Das kaum bevölkerte Kunar ist eine der wenigen Provinzen Afghanistans in denen der Anti-Terror-Kampf keine Frage von zivilem Aufbau und Zusammenarbeit mit örtlichen Klanchefs ist, sondern eine echte militärische Herausforderung.
Es bleibt zu hoffen dass William Vile, der seit dem 01.Mai vermisste Soldat, nicht demnächst in einem Propagandavideo der Taliban oder Al Qaida auftaucht. Angeführt von der Afghan National Army fand in Kunar, genauer im Distrikt Ghazni Abad, eine mehrtägige Anti-Terror-Operation statt, bei der mehrere afghanische Soldaten und ingesamt bis zu 25 Islamisten getötet worden sein sollen. Zudem machte die Meldung Schlagzeilen, Taliban in Kunar hätten 11 afghanische Militärs als Geiseln genommen und verschleppt.

Heute meldete das Kommando der US Streitkräfte in Afghanistan, der am 01.Mai 2009 als vermisst gemeldete US Soldat Wiliam D. Vile sei in der Nähe des Ortes an dem der Überfall stattfand tot aufgefunden wurden. Neue Details über den Vorfall wurden ebenfalls bekannt. Anscheinend griff eine Gruppe von 30-50 islamistischen Kämpfern die NATO Patrouille, die von afghanischen Einheiten unterstützt wurde von mehreren Seiten an, zwei US Soldaten erlagen wenig später den Schussverletztungen die sie erlitten, zwei weitere NATO Soldaten starben ebenfalls durch feindliches Feuer und Panzerfaustexplosionen. Zusätzlich töteten die Angreifer mindestens sieben afghanische Soldaten. Auf Seiten der Taliban oder Al Qaida soll es laut US Verteidigungsministerium mindestens drei Tote gegeben haben.

Dieser Vorfall zeigt wie gefährlich die Lage in vielen Provinzen des Landes geworden ist, sie wird angeheizt durch Meldungen wonach vorgestern bei einem US Luftwaffenangriff auf vermeintliche Taliban, die sich in zivilen Gebäuden in der Region Farah verschanzt hatten, über 100 tote Zivilisten gegeben haben soll, einige afghanische Quellen sprechen von 150 Getöteten, darunter ein Rot-Kreuz-Mitarbeiter und seine Familie.
Desweiteren kursieren in islamistischen Kreisen Videoaufnahmen von US Soldaten die zeigen wie fundamentalistische Christengemeinden in den Militärbasen Afghanistans Missionieren und Soldaten aussenden mit der Botschaft die muslimische Bevölkerung zum christlichen Glauben zu bekehren. Aus den Filmdokumenten geht u.a. hervor dass Angehörige der US Army Bibeln in den lokalen Sprachen Paschtu und Dari ausgehändigt bekommen um diese bei ihren Einsätzen außerhalb der Camps zu verteilen. Al Jazeera verfasste nach diesen Gerüchten einen Bericht, in dem deutlich wird wie stark mittlerweile die evangelikale Bewegung das US Militär infiltriert hat und einen eigenen "Heiligen Krieg" in islamischen Staaten führt.

Zitat eines Militärpastors während seiner Predigt:

"Diese Special Forces jagen Leute - Wir jagen auch Leute, wir fangen Leute für Christus, wir hetzen des Himmelshund auf sie, wir fangen sie für das Himmelreich"