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Thursday, August 5, 2010

Faszination Somalia - Der Traum eines Amerikaners vom Dschihad


UPDATE:


Während ich den folgenden Blog-Eintrag verfasste, meldeten US-Fernsehsender dass insgesamt 14 Terrorverdächtige in den USA angeklagt würden, Al Shabaab zu unterstützen oder der Gruppierung beitreten zu wollen.

Auf einer Pressekonferenz erklärte US-Justizminister Eric Holder, dass in den vergangenen Tagen 12 Personen in Minnesota, und jeweils eine Person in Alabama und in Kalifornien festgenommen wurden. Ihnen würde vorgeworfen unter dem Deckmantel einer Wohltätigkeitsorganisation Gelder für Al Shabaab gesammelt und nach Somalia transferiert zu haben. Unter den Verdächtigen befinden auch zwei Frauen (eine von ihnen 63 Jahre alt), denen vorgeworfen wird, Spendenveranstaltungen organisiert zu haben, bei denen in Videokonferenz verschiedener Moscheen aufgerufen wurde für "die somalische Sache" und den "Dschihad" zu spenden. Fünf der festgenommenen

Erstmals klagen die USA in den neuen Terrorverdachtsfällen auch zwei amerikanische Staatsbürger an, die sich allerdings nicht in Haft befinden, da sie sich nach Erkenntnissen der US-Behörden in Somalia aufhalten.
Bei ihnen handelt es sich um Omar Hammami, besser bekannt unter dem Kampfnamen "Abu Mansour al Amrikki", und Jihad Mustafa alias "Amir Anwar"

Hammami, der in mehreren Propagandavideos der somalischen Islamistan auftauchte, ist Anführer der "Al Muhajiroun-Brigade" von Al Shabaab, den ausländischen Kämpfern, die sich dem somalischen Dschihad angeschlossen haben. Er kämpft bereits seit zwei Jahren am Horn von Afrika und wirbt mit englischsprachiger Propaganda, teilweise in Form von Dschihad-Raps, um westlicher Rekruten. US-Behörden sehen in ihm eine Schlüsselfigur für Al Shabaab´s Verbindung in die USA.

Ein weiterer US-Amerikaner, Jihad Serwan Mustafa (28) aus San Diego, Kalifornien, soll sich ebenfalls in Somalia aufhalten und dort inzwischen in die Führungsriege von Al Shabaab aufgestiegen sein. Mustafa war ein enger Berater des kenianischen al Qaida Kommandeurs Saleh Ali Nabhan, der 2009 bei einer Operation von US-Spezialeinheiten in Somalia getötet worden war. In einer San Diegoer Moschee hatte Mustafa vor Jahren den us-jemenitischen Prediger Anwar al-Awlaki kennengelernt und sich durch ihn massiv radikalisiert. Noch heute sollen die beiden Islamisten in Kontakt stehen.

Die jüngsten Ereignisse im Bezug auf die "home-grown" Terrorgefahr in den USA zeigen, welche Bedeutung Somalia inzwischen für die dschihad-willigen Muslime aus westlichen Staaten hat. Ein blutiger, 20 Jahre andauernder Bürgerkrieg, unterbrochen von ausländischer Besatzung, hat sich zu einem Magnet für Terrorrekruten aus Europa und Nordamerika entwickelt. Reihenweise pilgern junge Exil-Somalis, arabisch- und pakistanischstämmige Jugendliche und weiße wie schwarze Konvertiten ans Horn von Afrika und machen Somalia zu einem neuen Afghanistan. Diese Entwicklung ist definitiv eine weitere Blog-Analyse wert.

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Der Terrorist von heute hat´s nicht einfach. Noch vor 30 Jahren waren Sicherheitskontrollen an Flughäfen Science Fiction, an Nacktscanner wagten nichtmal die treuesten George Orwell Anhänger zu denken. Nichts erschien einfacher als eine Bombe an Bord einer Passagiermaschine zu schmuggeln. Mit Ausnahme israelischer Fluggesellschaften.



Von derlei Freiheiten können islamistische Terroristen im neuen Millenium nur träumen. Geheimdienste, Sicherheitskräfte und auch ein nicht unerheblicher Teil der Gesellschaft hat sich auf den "Moslem-Terror" eingeschossen. Alles wird gescannt, gespeichert, jeder ist verdächtig, und alles eine potenzielle Gefahr. Mögliche Spione und Spitzel der Geheimdienste lauern an jeder Ecke, infiltrieren jede Moschee.
Dies treibt die wirklich gefährlichen Individuen in die Enge. Terrorpläne zu schmieden ist schwierig geworden, zumindest wenn man teils transkontinentale Strecken mittels sich dabei elektronischer Kommunikation überbrücken muss. CIA, NSA, MI5, BND & Co. hören und lesen mit. Bin Ladens moderne Gotteskrieger müssen Codewörter erfinden, um selbst die einfachsten Absprachen per Telefon unverdächtig erscheinen zu lassen.

Teilweise führt diese Anpassung an den gewaltigen Anti-Terror-Sicherheitsapparat zu kuriosen Vorfällen. So geschehen am 28.Juli diesen Jahres. Ein junger Mann aus dem Großraum Chicago, Illinois, tätig einen nächtlichen Anruf (01:15 Uhr) ins britische London. Seine Gesprächspartnerin scheint noch vor dem Telefonat online kontaktiert worden zu sein. Daher beginnt der junge Mann das Gespräch mit: "Ich werde dir alles erklären." Was folgt ist ein Dialog, in dem der Anrufer der jungen Frau seine mehrfach seine Liebe beteuert, aber auch erklärt er wolle sich seinen Traum erfüllen. Er möchte sie über seinen Wunsch informieren in den Dschihad zu ziehen. Nur die Details, gehen durch die Paranoia des Möchtegern-Gotteskriegers und den Codewörter-Fetish irgendwie verloren.

"Willst du immer noch nach Saudi-Arabien reisen?", fragt die Dame in London den Amerikaner. Dieser antwortet, er wolle "lieber nach Merca, anstatt nach Medina" gehen. Die Gesprächspartnerin kann nicht folgen: "Mekka und Medina liegen beide in Saudi-Arabien. Du verwirrst mich."
"Merca. Merca liegt südlich, südlich von Saudi-Arabien", erklärt der Mann in den USA. "Okay", entgegnet die Frau am anderen Ende der Leitung, "also sprechen wir von zwei verschiedenen Orten im gleichen Land?" Genervt reagiert der amerikanische Anrufer: "Nein. Gleiche Welt, verschiedene Länder, kapierst du?"

Sie kapierte nicht. Deshalb begann sie eine Erklärung, warum und weshalb sie durch die ganzen Aussagen und Ortnamen vollkommen "verloren" sei. "Islamische Herrschaft. Islamische Herrschaft", zürnt der Amerikaner, "Verstehst du? Alles klar? Islamische Herrschaft." Es wird deutlich, dass er nicht offen über jenen Ort reden will, in den er plante zu reisen. "Ah, okay, okay", bestätigt die Frau am Telefon schließlich. Offenbar hatte sie nun verstanden, dass der Anrufer, ein 26jähriger Islamist namens Shaker Masri, die somalische Stadt Merca meinte, als er von einem ("wahrhaft") islamisch regierten Ort sprach, der südlich vom saudischen Königreich liegt.

Der Dialog dieses Telefonats entstammt den FBI Protokollen der Anklageschrift des US-Staatsbürgers Shaker Masri, der am vergangenen Dienstag in Chicago verhaftet wurde. Masri soll geplant haben, nach Somalia zu reisen um eine paramilitärische Ausbildung in den Terrorcamps der Al Shabaab Miliz zu erhalten. Diesen Wunsch äußerste er mehrfach gegenüber einem vermeintlichen Freund, der in Wahrheit ein FBI-Informant war und der Masri auf Geheiß der US-Ermittler im Herbst 2008 erstmals kontaktiert hatte. Von da an schmiedete der Islamist Masri mit dem oft verkabelten Informanten ("Source" in US-Ermittlersprache), Pläne in den Dschihad zu ziehen. Etwa 10.000 US-Dollar bräuchten die beiden, so Masri, um in den Heiligen Krieg ziehen zu können.



Bilder aus dem neuesten Propaganda-Video der Al Shabaab - ein amerikanischer Dschihad ist der Kommentator

Shaker Masri erklärte "Source", dass er im somalischen Bürgerkrieg kämpfen wolle, und auch die Intention habe, als Selbstmordattentäter zu sterben. Mehrere Reiserouten hatte Masri zu diesem Zweck bereits ausgewählt.
Zunächst plante er sich in Jordanien einen syrischen Pass zu besorgen, um damit zum Vorwand einer Pilgerreise oder als angeblicher Gold-Händler nach Saudi-Arabien und dann nach Somalia zu reisen. Weil Jordanien aber den "USA im Kampf gegen den Terror hilft", sei es besser mit einer Coverstory (beispielsweise ein Schmuck-Händler zu sein) von Chicago nach Los Angeles zu fliegen und von dort aus per Auto nach Mexiko zu fahren. In Mexiko wollte Masri einige Tage bleiben, das Schießen mit verschiedenen Waffen üben und dann weiter über Venezuela oder Panama, unbeobachtet von amerikanischen Geheimdiensten, in den Nahen Osten oder nach Tansania bzw. Zanzibar zu fliegen.

Der "Source" erzählte Masri, er habe einen Kontakt in Großbritannien, der ihnen die Reise nach Somalia ermöglichen könne. Damit meinte der US-Amerikaner augenscheinlich jene Frau mit Wohnsitz London, mit der er am 28.Juli telefonierte. In welcher Beziehung die beiden Personen stehen, ist den US-Ermittlern noch nicht recht klar. Offenbar hatte Masri die Absicht die Frau zu heiraten. Tatsache ist, dass der Islamist ihr mehrfach in Telefonaten, die vom FBI mitgeschnitten wurden, seine Liebe versicherte. Nur sein Wunsch in den Heiligen Krieg zu ziehen, hielt ihn ab, nach England zu fliegen. Er solle sie noch vor seiner Reise nach Somalia heiraten und mit ihr ein Kind zeugen, bevor er seine Pflicht gegenüber Allah erfülle, bat die Londonerin.

Masri aber wollte so schnell wie möglich ein Mujahid werden und schwärmte gegenüber dem FBI-Informanten von den al-Qaida Kämpfern in Somalia und vom Kampf für den Glauben gegen die Feinde Gottes. Er sei ein glühender Anhänger vom us-jemenitischen Sheikh Anwar al Awlaki, gab Masri gegenüber "Source" zu, und hoffe dass al Awlaki bald zum al-Qaida Führer aufsteige.

In den vergangenen Monaten waren FBI-Ermittler Masri längst auf der Spur. Sie hatten den US-Amerikaner ägyptischer Abstammung als potenziellen al-Qaida Rekruten ausgemacht und ihn mit Hilfe des verkabelten Informanten bei der Planung seiner Terror-Reise begleiten können. Insgesamt "40.000-45.000 US-Dollar" habe man dem Informanten für seine Dienste bezahlt, so heißt es in den FBI-Protokollen. Nach Einschätzung der US-Behörde war es diese Summe wert einen der zukünftigen amerikanischen Dschihad-Kämpfer noch vor seiner Ausreise aufzuspüren.

Shaker Masri war entschlossen ein Gotteskrieger zu werden. In Mexiko wolle er Märtyrer-Videos drehen, verriet er dem Informanten, er habe Kontakt zu Ausländern innerhalb der Al Shabaab. Außerdem bräuche er einen neuen Laptop, und seinen alten müsse er zerstören. Was darauf sei, könne ihn "hinter Gitter bringen." Dem vermeintlichen Mitstreiter gab er zu bedenken, dass man sie international suchen werde, sobald sie sich auf den Weg gemacht hätten. Mit hoher Wahrscheinlichkeit würden sie nicht mehr in die USA zurückkehren.

Als er an einem Nachmittag per Zufall eine vierköpfige Gruppe amerikanischer Soldaten in Uniform saß, erklärte Masri, er wünsche er könne zu ihnen gehen und sich in die Luft sprengen. Warum er dies für nur vier tote Soldaten tun würde, fragte ihn der FBI-Informant. "Du hast recht, es wäre besser wenn man gleich einen ganzen Bus voller Soldaten bomben könnte", so die Antwort des in Alabama geborenen Islamisten.

Am Abend des 29.Juli traf sich Masri erneut mit "Source" und buchte online zwei One-Way-Tickets vom Chicagoer Flughafen O´Hare nach Los Angeles am 04.August mit Southwest-Airlines. Masri wollte seinen Plan in die Tat umsetzen, über Mexiko irgendwie nach Nahost zu kommen und dann weiter ans Horn von Afrika.
Auf dem Weg zum Flughafen klickten schließlich die Handschellen. FBI-Beamte setzten dem Traum von Shaker Masri ein abruptes Ende.

Masri wird nun kein weiterer amerikanischer Söldner im Dienste der Al Shabaab werden. Bis zu 15 Jahre Haft drohen ihm für die Unterstützung ausländischer Terror-Organisationen und die Planung von Anschlägen gegen US-Bürger.

Tuesday, March 2, 2010

Somalische Islamisten verbieten UN-Nahrungsmittelprogramm


Somalia´s Shabaab, die de-facto Herrscher des seit Jahrzehnten zerrütteten Bürgerkriegslandes am Horn von Afrika, haben in ihrem Einflussbereich (von der kenianischen Grenze bis nach Mogadischu) ein Verbot des UN World Food Programme ausgesprochen.

In einem Statement der Islamisten heißt es, man verbiete die kostenlose Verteilung der UN-Lebensmittel, da so der Markt für die somalischen Bauern zerstört würde. Zudem seien viele der Nahrungsmittel in den Depots der UN verdorben und der Auslöser von Krankheiten.



Erst an vierter Stelle nennen die Shabaab, mittlerweile offizieller Arm der al-Qaida in Ostafrika, den Verdacht die UN diene als Schutzschirm für die Feinde Somalias im Land zu operieren.

Wednesday, December 16, 2009

Die "Afghanisierung" Somalias


Angesichts dieser Bilder vom vergangenen Sonntag, aufgenommen außerhalb der somalischen Hauptstadt Mogadischu, stellt sich die Frage, ob das NATO-Bündnis zwanghaft eine Fortsetzung des Afghanistan-Einsatzes betreibt und vor der "Afghanisierung" anderer Staaten die Augen verschließt.

Bilder wie diese aus dem Afghanistan der 1990er Jahre werden als Argumente angeführt, weshalb deutsche Soldaten am Hindukusch Aufbau und Friedenssicherung leisten sollen. Verteidigung von Menschenrechten, Moral und Freiheit werden zum Hohn, wenn klar wird, dass die NATO mit zweierlei Maß misst.

Seit Ende der 1980er Jahre ist Somalia das klassische Beispiel eines "failed state", ein einziges, blutiges Chaos, in dem islamistische Kräfte trotz Bemühen der USA und der Nachbarstaaten Äthiopien und Kenia, die Oberhaupt zu gewinnen scheinen. Eine Einführung der Talibaninterpretation der Sharia hat auf lokaler Ebene durch die islamistischen Milizen der Shabaab und Hizb Islami längst stattgefunden.

Der Westen sollte sich im Jahr 2010 an weitere Aufnahmen wie diese gewöhnen. Am vergangenen Sonntag vollstreckten die Hizb Islami Kämpfer vor dem schaulustigen Mob die Urteile gegen zwei Männer und eine Frau.
Die verschleierte Somalierin erhielt 100 Stockhiebe, ein 48jähriger Ehebrecher wurde gesteinigt, ein weiterer per Kopfschuss hingerichtet.







Sunday, September 13, 2009

"White Muslim" aus Minnesota stirbt in Somalia


Troy Mattthew Kastigar (28) war hellhäutig, auch wenn seine Mutter steht´s behauptete sie seien indianischer Abstammung. Sie zog ihn und einen jüngeren Brüder alleine in Minneaplos groß, ging mit ihnen zum Karatetraining. Troy bekam den schwarzen Gürtel verliehen, war ein sportbegeisterter Jugendlicher in dem irgendwann eine Art der Sinnsuche einsetzte. Inspiriert durch die amerikanische HipHop-Szene entwickelte Kastigar eine Leidenschaft fürs Rappen. Sein Umfeld wandelte sich zum kriminellen Millieu der Straßengangs. Mehrfach landete er auf dem Polizeirevier, ein Foto zeigt ihn mit Hals-Tattoo Verhörraum des Sheriffs.

Nach seinem Schulabschluss 1999 gehörten zu seinem Freundeskreis fast nur noch die Einwandererkinder der somalischen Exil-Familien. Irgendwann um diese Zeit entschied sich Troy Kastigar zum Islam zu konvertieren und den Glauben seiner Freunde aktiv zu praktizieren. Er trug lange, traditionell pakistanische Kleidung wie sie für Salafisten üblich ist, besuchte die Moschee und traf sich regelmäßig mit somalischen Freunden.
Im vergangenen November verschwand Kastigar. Noch wusste das FBI nichts von der sogenannten "zweiten Welle" somalischer Teenager die sich aus der Region Minneapolis etwa alle zeitgleich in Richtung Ost-Afrika absetzten. Kastigar gehörte zu jenen die sich entschlossen hatten in Somalia in den Heiligen Krieg zu ziehen.
Seine Familie kontakte der Konvertit aus Kenia, kein Wort davon dass er ein Gotteskrieger werden wollte. Bis zuletzt dementierten Angehörige die Meldungen Kastigar sei ein Kämpfer der Al Shabaab Miliz geworden.

Letzte Woche dann die traurige Gewissheit. Freunde der Familie bestätigten gegenüber Medien dass Troy Kastigar anscheinend vor kurzem in Somalias Hauptstadt Mogadischu gestorben sei. Möglicherweise starb er zusammen mit Mohammed Hassan, einem weiteren jungen Mann aus Minneapolis der ebenfalls in der letzten Woche getötet wurde.
Der tätowierte Ex-Kriminelle und Amateur-Rapper Kastigar wurden damit zum sechsten amerikanischen Staatsbürger der als Dschihadist in Somalia sein Leben ließ. Er ist bis jetzt der einzig bekannte weiße "Märtyrer", wird aber sicher nicht der letzte bleiben.

Monday, September 7, 2009

Fünfter US--Dschihadi in Somalia getötet


Zu Beginn des vergangenen Wochenendes kam es in der somalischen Hauptstadt Mogadischu zu heftigen Kämpfen zwischen African Union-Truppen und den islamistischen Shabaab-Kämpfern. Mörserangriffe der Armee töteten mehrere Dutzend Dschihad-Kämpfer.
Unter den Toten soll sich auch der 21jährige Mohammed Hassan
aus Minneapolis (Minnesota) befinden.

Der junge Exil-Somali war im vergangenen Jahr ans Horn von Afrika gereist, genau wie eine Reihe weiterer amerikanischer Dschihad-Rekruten. Im September 2008 war sein Bruder im Kampf zwischen Straßengangs der Metropole Minneapolis erschossen worden. Daraufhin habe sich Mohammed entschieden die USA zu verlassen und im somalischen Bürgerkrieg an der Seite der Al Qaida-verbündeten Al Shabaab zu kämpfen.

Über einen weiteren US-Amerikaner der in Mogadischu als Gotteskrieger kämpft, hat Hassans Familie am Wochenende vom Tod ihres Sohnes erfahren. Angeblich war er mit Kampfgenossen gerade Essen für das abendliche Fastenbrechen kaufen als er auf dem Rückweg von African Union-Soldaten getötet wurde.
Mohammed Hassan reiht sich damit ein in die Liste von bereits vier bekannten Fällen amerikanischer Somali-Teenager die im Heimatland ihrer Eltern ihr Leben ließen. Hassan Burhan, Jamal Bana, Ahmed Shirwa und ein weiterer junger Mann aus dem Raum Minneapolis wurden bereits zu "Märtyrern" im somalischen Dschihad.

Thursday, September 3, 2009

Amerikanische Dschihadisten sterben in Somalia


Am 12.Juli 2009 richtete sich der somalische Präsident Sheikh Sharif Ahmed mit einer außergewöhnlichen Bitte an die Exil-Bevölkerung seines Landes, die in den USA eine neue Heimat gefunden hat. “Ich bitte die somalisch-amerikanische Gemeinde ihre Jugend nicht nach Somalia zu schicken um dort mit der Al Shabaab Miliz zu kämpfen!” Der Aufruf kam nur einen Tag nachdem eine somalische Familie im amerikanischen Minneapolis über das Internet erfuhr dass ihr Sohn in Somalia als Dschihad-Kämpfer starb. Er ist nicht der erste Exil-Somali der am Horn von Afrika getötet wurde, und er wird wohl nicht der letzte bleiben.

Als Jamal Sheikh Bana seine Heimat verließ war er gerade ein Jahr alt. Seine Eltern flohen 1990 kurz nach Beginn des Bürgerkrieges in Somalia.
In einem kenianischen Flüchtlingslager überlegte der junge Jamal nur knapp eine Malaria-Erkrankung, bevor die Familie schließlich 1996 dank der Hilfe der amerikanischen Lutheran Church in die USA immigrieren durfte. Später zog es die somalischen Flüchtlingsfamilie in die Metropole Minneapolis (Minnesota).
Im Stadtviertel St.Paul wuchs im Laufe der 1990er Jahre mit heute etwa 50,000 Mitgliedern die größte somalische Diaspora Nordamerikas heran.

Jamal wuchs als typischer amerikanischer Teenager auf, schloss die High School ab und begann ein Studium der Elektrotechnik am Normandale Community College in Bloomington, Minnesota. Um seine Eltern und seine Geschwister, darunter zwei gehörlose Kinder, finanziell zu unterstützen arbeitete der junge Exil-Somali beim US-Kaufhaus Macy´s und als Wachmann einer Sicherheitsfirma.
Anders als viele somalische Jugendliche in seinem Umfeld hielt sich der 20jährige zur Freude der Eltern fern von kriminellen Aktivitäten, Drogen oder Gangs. Regelmäßig besuchte er die örtliche Moschee und folgte den islamischen Bräuchen und Gesetzen.
Als die Familie am 04.November letzten Jahres gespannt die amerikanische Präsidentschaftswahl verfolgte verschwand der älteste Sohn urplötzlich ohne Hinweis auf seinen Verbleib.
Wenige Tage später klingelte das Telefon im Haus der Eltern. “Ich bin in Somalia” - mehr sagte Jamal nicht, dann legte er auf. Seine Mutter brach in Tränen aus, Familie und Freunde standen unter Schock.

Monate nachdem ihr Sohn ohne Erklärung verschwand kam die Schreckensmeldung. Ein Freund der Familie meldete sich am 11.Juli und erklärte ein Foto von Jamal sei im Internet aufgetaucht.

Somalias Militär hatte Journalisten trophäengleich die Leichen getöteter Islamisten in Mogadischu präsentiert. Auf einigen der Fotos identifizierten die Eltern einen Leichnam als ihren Sohn Jamal. Bärtig und ausgemergelt lag er fast nackt auf einem Tuch, getötet durch einen Schuss in den Hinterkopf.

Das FBI fand heraus dass Jamal Bana nur einer von mindestens sechs somalischen Jugendlichen aus dem Raum Minneapolis war die in jenen Novembertagen die Vereinigten Staaten verließen und sich im tausende Kilometer entfernten Somalia der islamistischen Shabaab-Miliz angeschlossen hatten. Aus Sicht der amerikanischen Ermittler habe man es mit einem ganzen Netzwerk zutun dass gezielt junge Männer radikalisiere, Propagandamaterial verteile, sie für terroristische Zwecke anwerbe und ans Horn von Afrika schleuse.
Angeworben von militanten Islamisten zogen dutzende Somalis aus den Exil-Gemeinden der USA in den Dschihad gegen die äthiopischen Besatzungstruppen und die Soldaten der African Union.

Begonnen hat die Ausreisewelle der selbsternannten Gotteskrieger bereits Ende 2007, als etwa 20 junge Männer aus St.Paul, Minneapolis verschwanden, wenig später ihre Familien kontaktierten und ihnen mitteilten sie seien in Somalia.
Mittlerweile sprechen die amerikanischen Behörden von der sogenannten “ersten Welle” somalischer Rekruten.

Zu diesen ersten “home grown” Dschihadisten gehörte auch Shirwa Ahmed, der im Alter von 13 Jahren als Bürgerkriegsflüchtling zunächst nach Portland, dann nach Minneapolis kam.
Nach seinem High School Abschluss arbeitete er als Medikamentenkurier und als Behindertenbetreuer am Flughafen. Im Jahr 2003, kurz nach Beginn des Irakkriegs, setzte eine religiöse Erweckung in Shirwas Leben ein, berichten Freunde. Der junge Somali besuchte häufiger die Moschee, ließ sich einen Vollbart stehen und engagiert sich in der Gemeinde der Abubakr Moschee. Sehr zur Freude der Familie rief er Gleichaltrige auf Alkohol und Drogen fern zu bleiben und studierte religiöse Schriften. Ende 2007 war Shirwa Ahmed verschwunden, er reiste über Saudi-Arabien nach Kenia und von dort aus ins benachbarte Somalia.

Aus dem vollintegrierten amerikanischen Staatsbürger wurde ein Gotteskrieger der Al Qaida verbündeten Shabaab-Miliz. Noch im Oktober 2008 meldete sich Shirwa telefonisch bei seiner Schwester in den USA. Er befinde sich im Jemen und wolle nach Hause. Tage später kam ein zweiter Anruf, diesmal eine unbekannte Stimme: “Dein Bruder ist ein Märtyrer. Er ist im Paradies.”
Shirwa Ahmed hatte sich am 29.Oktober 2008 im Norden Somalias in die Luft gesprengt, 29 Menschen mit in den Tod gerissen und war zum ersten amerikanischen Selbstmordattentäter geworden.

Wie der 27jährige Shirwa machten sich gegen Ende 2007 eine ganze Reihe junger Somalis auf in ihren Heiligen Krieg.
Einige, wie der rapbegeisterte Salah Osman Ahmed (26), kehrten enttäuscht in die USA zurück. “Es war einfach nichts für ihn. Er hatte das Gefühl er gehörte nicht so recht dort hin”, berichtete ein Freund nachdem Salah im Sommer 2008 wieder in Amerika auftauchte.

Zakaria Maruf blieb. Ihn macht das FBI verantwortlich die zweite Ausreisewelle vorangetrieben zu haben. 1993 als junger Teenager von Somalia nach Minneapolis geflohen schloss sich der heute 30jährige der Straßengang “Hot Boyz” an, einer kriminellen Jugendorganisation die einst als Musikgruppe auf somalischen Hochzeiten auftrat. Zakaria qualifizierte sich für das Basketballteam seiner Schule, der Edison High School, tourte mit seiner Mannschaft durch Kanada und die USA. Aufgrund der kriminellen Vergangenheit verlief die Jobsuche zunächst erfolglos, dann stellte Wal-Mart den jungen Exil-Somali als Lagerarbeiter ein. In seiner Freizeit besuchte Maruf oft die Moschee. Ein von ihm dort aufgenommener Gebetsruf soll bis heute einer der beliebtesten Handyklingeltöne der Somali-Jugend im Stadtteil St.Paul sein.
Irgendwann verschwand Zakaria Maruf in Richtung Afrika. Heute soll er als Anwerber der Shabaab-Organisation tätig sein und junge Männer aus den amerikanischen Somali-Gemeinden für den Dschihad rekrutieren.

Über diese Kontakte im Umfeld der Abubakr-Moschee und dem dazugehörigen islamischen Gemeindezentrum traten die Extremisten an Jamal Bana und andere Jugendlichen der “zweiten Welle” heran.
Neben Bana verschwanden rund um den 04.November 2008 mindestens fünf weitere Männer aus Minneapolis. Die Teenager haben sich gekannt, so fand das FBI heraus, und organisierten gemeinsam ihre Ausreise.

Für etwa 1,800 USDollar kaufte angeblich jeder der Terrorrekruten Flugtickets von Minnesota nach Nairobi (Kenia) oder nach Dubai (VAE), um dann von dort aus mit der somalischen Fluglinie Daallo Airlines nach Mogadischu zu reisen. Aufgefallen war diese Vorgehensweise weil ein örtliches Reisebüro angab einige jugendliche Kunden hätten beinahe zeitgleich ihre Tickets in bar bezahlt, meist ohne Rückreise.
Da es sich bei den Terror-Teenagern um US-Staatsbürger handelt wächst die Angst bei den Behörden dass die Möglichkeit frei zu reisen zu einer terroristischen Gefahr werden könnte.

Neben Jamal Sheikh Bana und Shirwa Ahmed fand im Juni auch der 17jährige Burhan Hassan in Somalia den Tod. Von seinen Freunden “Little Bashir” genannt, begeisterte sich das Mathegenie und Basketballtalent in seiner Freizeit besonders für den Islam. In seiner Moschee erhielt er eine Auszeichnung für das Auswendiglernen des Koran. Dort, erklärte sein Onkel Abdirizak Bihi in einem Interview, habe man ihn “mental gekidnappt” und ihm “eine Gehirnwäsche verpasst”. Burhans Angehörige bekamen am 05.Juni die Nachricht der Junge sei bei einem Gefecht erschossen worden.

Für die amerikanischen Terrorermittler steht fest dass die derzeit in Somalia aktiven amerikanischen Islamisten Verbindungen über die Schule, Universitäten und die Moschee hatten. Das AbuBakr as Saddique Islamic Center scheint Knotenpunkt des Netzwerkes zu sein. Hier beteten die späteren Gotteskrieger, hier hörten sie vom Dschihad in der Heimat ihrer Vorfahren und der Pflicht muslimisches Land zu verteidigen.
Derlei Aktivitäten bestreitet der Imam der Einrichtungen Sheikh Abdirahman Sheikh Omar entschieden: “Man kann nicht kontrollieren was im Kopf anderer Leute vor sich geht, welche Ideologie und Überzeugung sie vertreten.”

Vom Virus des islamistischen Fanatismus befallen scheinen weit mehr us-somalische Teenager zu sein als Experten bisher vermuteten. Ein Krankenwagenfahrer, ein ehemaliges Gang-Mitglied, ein weißer Konvertit namens Troy Matthew, ein Präsident einer somalischen Schüler-Vertretung, ein 17jähriger Lebemann dessen Facebook-Profilbild das Portrait Osama Bin Ladens zierte - sie alle verließen das Land in das ihre Familien vor fast zwei Jahrzehnten geflohen waren um ein besseres, sicheres Leben zu führen.

Die meisten von ihnen dürften inzwischen in den ausländischen Kampfeinheiten der Shabaab-Islamisten dienen. Mehrere hundert nicht-somalische Dschihadisten sollen sich in Somalia derzeit tummeln, darunter nicht nur die “Boys” aus Minneapolis sondern auch somalische Immigrantenkinder aus Großbritannien, den Niederlanden, Belgien, Frankreich, Australien und Kanada.
Ende Juli erst nahm die kenianische Polizei im Grenzgebiet zu Somalia vier niederländische Staatsbürger, alle 21 Jahre alte Exil-Somalis, fest. Anschließend brachte man die Gruppe unter Verdacht Terrorrekruten zu sein nach Nairobi für weitere Verhöre.

Kommandiert und ausgebildet werden die ausländischen Exil-Somalis angeblich von einem gesuchten Al Qaida Terroristen namens Abu Saleh al Nabhani, ein Mann der seine Befehle vom neuen Superstar des Terrornetzwerkes, Abu Yahya al Libi, direkt aus Pakistan bekommen soll.
Somalias Präsident Sharif Ahmed erklärte Ende Juli in einem Zeitungsinterview, er wisse dass Osama Bin Laden persönlich den libyschen Islamisten Abu Yahya damit beauftragt habe, den Dschihad in Somalia zu koordinieren. Direkter Verbindungsmann am Horn von Afrika ist ein Somali namens Ahmed Abdi Godane, der in den 1990er Jahren in afghanischen Al Qaida Camps seine Ausbildung genossen hat.

Propagandastar des somalischen Dschihads wurde über die letzten Monate ein hellhäutiger Amerikaner namens "Abu Mansour al Amriki". Es soll sich um einen Sohn einer arabischen Mutter und eines amerikanischen Vaters handeln, der als US-Soldat in Bosnien und dem Kosovo stationiert war bevor er zum radikalen Islamismus konvertierte.

Friday, August 21, 2009

Europäische Reisepässe werden in Somalia verkauft


Der Bakara-Markt von Mogadischu ist vielen aus den Kampfszenen des Hollywood-Streifens "Black Hawk Down" bekannt. Ein typisch arabisch-afrikanischer Souk, ein Gedrängel von Händlern und Käufern, tagtägliches Feilschen um Preise und Mengen. Neben Lebensmitteln und Haushaltswaren bietet der "Souk Bakaro" aber auch alles was das Terroristen- und Widerstandskämpfer-Herz begehrt: Sturmgewehre, Handgranaten, Panzerfäuste, Minen, Munition aller Kaliber, Pistolen, amerikanische Revolver, Uniformen, kugelsichere Westen, Ferngläser...in Mogadischu´s unkontrollierten, chaotischen Straßenbasar findet sich fast alles.


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Besonders beunruhigen dürfte westliche Sicherheitsdienste dass inzwischen sogar europäische Reisepässe, Ausweise und sogar gefälschte Flugtickets angeboten werden. Fälscherwerkstätten haben sich darauf spezialisiert die Dokumente innerhalb weniger Stunden zu fertigen. Ein Kamerateam des arabischen Senders Al Arabiya hat sich im Bakara-Markt auf die Suche gemacht und ist fündig geworden. Somalis können in bei einem professionellen Passfälscher einen somalischen Ausweiß für 20$ erwerben, Ausländer müssen 100$ zahlen. Für dänische und britische Pässe werden zwischen 1500$ und 3000$ verlangt, sogar Flugtickets können dazugekauft werden. Jemenitische Reisedokumente erfreuen sich großer beliebtheit, da man vom Bürgerkriegsland Somalia schnell und einfach in das benachbarte arabische Armenhaus Jemen reisen kann.

Schade nur dass einige der gefälschten Pässe schon lange nicht mehr den echten Ausweisen entsprechen. Die gezeigten dänischen Reisepässe beispielsweise ähneln den aktuellen in keinster Weise.
Dennoch sollte diese Entwicklung in einem Land, wo in den Reihen der Al Qaida alliierten Al Shabaab Miliz hellhäutige, westliche Terrorrekruten kämpfen, beunruhigen.


Monday, August 3, 2009

Somalischer Terror Downunder?


UPDATE: Wie die australische Polizei mitteilte wurden bei der Großrazzia am Morgen vier männliche Personen im Alter von 22 - 26 Jahren festgenommen. Noch heute sollen sie einem Haftrichter vorgeführt werden. Vermutet wird dass die Gruppe einen Angriff auf eine oder mehrere Militärkasernen nahe Melbourne verüben wollte. Monatelange Überwachung und Beschattung durch den Geheimdienst und die Polizei habe die Planung für derarte Anschläge offen gelegt, hieß es. Angeblich seien die muslimischen Männer, australische Staatsbürger somalischer und libanesischer Herkunft, verärgert gewesen darüber dass ihr eigentlicher Wunsch, nach Somalia zu reisen, nicht Realität wurde. Sie hätten sich dann entschieden Terroranschläge in Australien selbst zu verüben.


Am frühen Morgen des 04.August stürmten 400 Polizisten im Zuge einer Anti-Terror-Einheit mehrere Häuser und Wohnungen in Melbourne.

19 Objekte wurden im Zuge der "Operation Neath" durchsucht, es gab Haftbefehle gegen mehrere mutmaßliche Islamisten. Festgenommen wurden Personen somalischer und libanesischer Herkunft, einige australische Staatsbürger.

Eine Terrorzelle mit Verbindungen zur somalischen Al Shabaab Miliz soll einen Großangriff auf eine australische Militärbasis nahe Melbourne geplant haben. Zum Einsatz sollten u.a. mehrere Selbstmordattentäter kommen. Jüngst waren aus der Gegend um Melbourne zwei Männer nach Somalia gereist um dort im Dschihad zu kämpfen. Einer der Terrorrekruten sei inzwischen zurückgekehrt und gehöre zu den Anführern der Terrorzelle.

Saturday, August 1, 2009

4 Niederländer an somalisch-kenianischer Grenze festgenommen


In Kenia wurden am Donnerstag vier Personen mit niederländischer Staatsbürgerschaft festgenommen. Sie werden verdächtigt sich den somalischen Islamisten der Al Shabaab anschließen zu wollen. Die Verhafteten, alle 21 Jahre alt, erklärten sie seien lediglich "Touristen".

Mittlerweile trafen die Terrorverdächtigen in Brüssel ein und wurden festgenommen. Drei Verhafteten sollen Marokkaner sein, einer sei geborener Somali. Alle bis auf eine marokkanische Person sollen niederländische Staatsbürger sein.

Donnerstagmorgen durchsuchte die Polizei zudem die Wohnungen von drei der Verdächtigen im niederländischen Den Haag.
Einer von ihnen, mit Vornamen Driss, soll 2005 versucht haben sich in Aserbaidschan einer lokalen Dschihad-Organisation anzuschließen. Sein damaliger Reisegefährte Ramazan Keskin erklärte nach der Verhaftung und Abschiebung in die Niederlande, sie seien lediglich unvorsichtige Touristen gewesen deren Visas abgelaufen seien.

Keskin gab zu ein regelmäßiger Besucher der Den Haager As Sunnah Moschee zu sein, einer Einrichtung in der niederländische Ermittler islamistische Aktivitäten vermuten.