First Sgt. Jose San Nicolas Crisostomo (59) aus Spanaway, Washington State, hätte in weniger als einer Woche seinen 60.Geburtstag gefeiert. Im Jahr 1969 meldete sich der Chamorro, Angehöriger einer mikronesischen Volksgruppe von der US-Insel Guam, zum Militärdienst. Er ging nach Vietnam, bekam für seinen Dienst die Bronze-Meda. Über 20 Jahre später, 1991 kämpfte er auch im ersten Golfkrieg der USA, erhielt die Kuwait Liberation Medal und setzte sich 1993 zur Ruhe. Zwischenzeitlich war er u.a. 1985 in Deutschland stationiert.

2008 dann meldete sich Crisostomo erneut, vollkommen freiwillig, zum Dienst für sein Vaterland. Man versetzte seine in Texas stationierte Einheit nach Afghanistan, ins US-Lager der Hauptstadt Kabul. Dort zerriss am vergangenen Dienstag ein versteckter Sprengsatz seinen Humvee. Nicolas Cristomo wurde der 33 Mikronesier der in den Reihen der US-Armee im Anti-Terror-Krieg seit 2003 sein Leben ließ, und der älteste bisher in Afghanistan gefallene Soldat.
Anfang des Jahres erst fiel im Irak mit 60 Jahren der älteste US-Soldat der jüngsten Kriegen gegen den Terror.
Unter dem Titel “Die den Himmel lieben”, veröffentlichte die Islamische Dschihad Union (IJU) aus Afghanistan/Pakistan ein weiteres Propagandavideo, diesmal eine 10minütige Aufnahme, die einen Teenager-Selbstmordattentäter bei seiner Mission zeigt.
Unterlegt mit türkischen und englischen Texten und Informationen filmen die Islamisten Kampfszenen aus Afghanistan, getötete Mujaheddin und die Vorbereitung für Suizidanschläge.
Hauptakteur des Videos ist ein jugendlicher Afghane namens Hayatullah, geschätzt maximal 20 Jahre alt, der auserwählt wurde eine Attacke auf einen NATO-Konvoi durchzuführen. Bepackt mit dutzenden präparierten Artilleriegeschossen, Mörsergranaten, Gasflaschen und Batterien, steuert der junge Mann schließlich ein Auto in einen amerikanischen Humvee, irgendwo auf einer afghanischen Piste, gefilmt aus der Distanz. In einem Feuerball verschwindet das Fahrzeug des Attentäters und das Militärfahrzeug, begleitet durch Freudenschreie der filmenden Islamisten.
Außergewöhnlich ist das Auftauchen einer Person, am Anfang des Videos,
welche auf eine Verbindung zwischen der IJU und Al Qaida schließen lässt. Für einen kurzen Augenblick erscheint der im Januar 2008 getötete Al Qaida Ausbilder Abu Laith al Libi, einer der ranghöchsten und bedeutsamsten Feldkommandeure des Terrornetzwerkes.
Die mittlerweile bekannten deutschen Mitglieder der IJU tauchen nicht auf.




